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Mittwoch, 20. September 2017

Trump droht Venezuela schon wieder

Stephen Lendman
"Der ist der Böse!" brüllt Trump. "Wir fordern Demokratie", sagt er und weiß nicht, was das ist.

19. September 2017

Aus dem Englischen: Einar Schlereth

Am Montag Abend in New York drohte Trump Venezuela bei einem Abendessen, das er für harte rechtsradikale lateinamerikanische Offizielle veranstaltete.

Eingeladen waren unter anderem Brasiliens Staatsstreich-Präsident Michel Temer, der kolumbianische Präsident Juan Manuel Santos, der kolumbianische Präsident Juan Carlos Varela, der konservative panamaische Präsident Juan Carlos Varela und die argentinische Vize-Präsidentin Gabriela Michetti sowie deren Außenminister und andere Beamte. Die Situation in Venezuela ist "völlig inakzeptabel", brüllte Trump und fügte hinzu:

"Wir fordern die vollständige Wiederherstellung der Demokratie und der politischen Freiheiten in Venezuela, und wir wollen, dass dies sehr, sehr bald geschieht."

Er drohte mit unspezifizierten Aktionen, die er beabsichtigt und hat schon früher mit einer möglichen militärischen Option " gedroht. Er beschuldigte unverschämterweise Präsident Nicolas Maduro, sein eigenes Volk zu töten," bezeichnete seine Führung als "katastrophal" und deutete weitere feindliche US-Aktionen an.

Tatsache: Venezuela ist die Modelldemokratie der Hemisphäre, genau das Gegenteil von Amerikas Fantasy-Version.Tatsache: Washington führt einen wirtschaftlichen und politischen Krieg gegen das Land, es will die bolivarianische Soziale Demokratie zerstören, will, dass Venezuela zu seinen schlechten alten Zeiten zurückkehrt, dass Amerika die Kontrolle über seine riesigen Ölreserven gewinnt, die größten der Welt, dass es den verschwiegenen imperialen Preis gewinnt und das Land in einen weiteren US-Vasallenstaat verwandelt.

Der Narco-Terrorist und faschistische kolumbianische Führer, US-Favorit Juan Manuel Santos sagte albern:

"Wir alle wollen, dass Venezuela wieder zu einer Demokratie wird, und wir setzen alles daran, dass das geschieht." Unter seiner repressiven Herrschaft und unter seinen Vorgängern ist die Demokratie in Kolumbien verboten worden. Amerikas feindliche Agenda gegenüber Venezuela zielt darauf ab, seine Wirtschaft ins Chaos zu stoßen, seine Menschen in Not zu bringen, Verknappung lebenswichtiger Rohstoffe zu verursachen, die Zahlungsbilanzkrise des Landes zu verschärfen, die Inflation hochzuschrauben - unter Missachtung von internationalen und US-Gesetzen.
Während der Zeugenaussage des Senats in der vergangenen Woche beschuldigte der ehemalige US-Botschafter in Venezuela, jetzt stellvertretender Staatssekretär im ' Bureau of International Narcotics and Law Enforcement Affairs', William Brownfield, die Regierung Maduro fälschlicherweise der Förderung des Drogenhandels.
Seine Politik ist das gerade Gegenteil, das Problem wird verantwortungsvoll angegangen, anders als Amerikas betrügerischer Krieg, der das unterstützt, was er zu bekämpfen behauptet.
Im Februar sanktionierte Trump den venezolanischen Vizepräsidenten Tareck El Aissami - ohne Rechtsgrundlage - wegen behaupteten Drogenhandels.
Tareck verurteilte den feindlichen Angriff der USA auf seine Integrität an und sagte,
"als ich 2008-2012 das Korps für öffentliche Sicherheit meines Landes leitete, erzielte unser Kampf gegen Drogenkartelle den größten Fortschritt in unserer Geschichte und auf der westlichen Hemisphäre, sowohl im Hinblick auf das transnationale Drogenhandelsgeschäft als auch auf seine logistischen Strukturen.

In jenen Jahren nahmen die venezolanischen Anti-Drogen-Behörden unter meiner Führung 102 Leiter von kriminellen Drogenhandelsorganisationen gefangen, verhafteten und übergaben sie nicht nur der venezolanischen Justiz, sondern auch anderen Ländern, wenn es verlangt wurde."

Venezuela bekämpft den illegalen Drogenhandel wirksam. Amerika hat eine lange, schmutzige Geschichte der Zusammenarbeit mit Drogenkartellen, insbesondere über die CIA, große US-Banken, die von der Geldwäsche profitieren.

Operationen der US Drug Enforcement Agency (DEA) in Venezuela seien "mit kriminellen Drogenorganisationen verbunden", erklärte Aissami und nannte den illegalen Drogenhandel ein "grenzüberschreitendes Verbrechen gegen die Menschlichkeit".

Amerikas Krieg gegen die venezolanische soziale Demokratie ist unerbittlich. Trump verfolgt sie schlimmer als Obama. Welch neue Taktik er künftig anzuwenden gedenkt, bleibt abzuwarten.


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Quelle - källa - source

1 Kommentar:

  1. In einem Punkt hat Trump recht, Venezuela hat eine katastrophale Innenpolitik. Besonders die Steuerpolitik ist haarstreubend.
    Daß Trump im gleichen Atemzug die "US-Demokratie" als die Lösung des Problems anbietet, ist geradezu lächerlich. Ich glaube Trump weiß garnicht was eine Demokratie ist, oder er weiß es und hofft, dass alle anderen es nicht wissen und nicht merken wie weit die USA davon entfernt sind.

    MfG grillbert aus Hamburg.

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