Mittwoch, 20. September 2017

Trump droht Venezuela schon wieder

Stephen Lendman
"Der ist der Böse!" brüllt Trump. "Wir fordern Demokratie", sagt er und weiß nicht, was das ist.

19. September 2017

Aus dem Englischen: Einar Schlereth

Am Montag Abend in New York drohte Trump Venezuela bei einem Abendessen, das er für harte rechtsradikale lateinamerikanische Offizielle veranstaltete.

Eingeladen waren unter anderem Brasiliens Staatsstreich-Präsident Michel Temer, der kolumbianische Präsident Juan Manuel Santos, der kolumbianische Präsident Juan Carlos Varela, der konservative panamaische Präsident Juan Carlos Varela und die argentinische Vize-Präsidentin Gabriela Michetti sowie deren Außenminister und andere Beamte. Die Situation in Venezuela ist "völlig inakzeptabel", brüllte Trump und fügte hinzu:

"Wir fordern die vollständige Wiederherstellung der Demokratie und der politischen Freiheiten in Venezuela, und wir wollen, dass dies sehr, sehr bald geschieht."

Er drohte mit unspezifizierten Aktionen, die er beabsichtigt und hat schon früher mit einer möglichen militärischen Option " gedroht. Er beschuldigte unverschämterweise Präsident Nicolas Maduro, sein eigenes Volk zu töten," bezeichnete seine Führung als "katastrophal" und deutete weitere feindliche US-Aktionen an.

Tatsache: Venezuela ist die Modelldemokratie der Hemisphäre, genau das Gegenteil von Amerikas Fantasy-Version.Tatsache: Washington führt einen wirtschaftlichen und politischen Krieg gegen das Land, es will die bolivarianische Soziale Demokratie zerstören, will, dass Venezuela zu seinen schlechten alten Zeiten zurückkehrt, dass Amerika die Kontrolle über seine riesigen Ölreserven gewinnt, die größten der Welt, dass es den verschwiegenen imperialen Preis gewinnt und das Land in einen weiteren US-Vasallenstaat verwandelt.

Der Narco-Terrorist und faschistische kolumbianische Führer, US-Favorit Juan Manuel Santos sagte albern:

Dienstag, 19. September 2017

Neue Post aus Russland vom 18. September 2017




Stefan Lindgren

Aus dem Schwedischen: Einar Schlereth


US-Russland Gespräche


Am Montag trafen sich Russlands Außenminister Sergei Lawrow und USAs Entsprechung Rex Tillerson in New York. Zuletzt trafen sie sich am 31. August.

Diesmal diskutierten sie 45 Minuten Syrien und die Ukraine. Keine Details wurden bekannt außer, dass es eine große Uneinigkeit gibt. Russland wird angeklagt, dass es kurdische Verbände bombardierte, die sich Deir Ez-Zor näherten, worauf Russland antwortete, dass ihre amerikanischen „Partner“ immer mindestens 2 Stunden zuvor gewarnt werden und danach informiert werden, welche Ziele gebombt wurden.

Bei einem Treffen in der vorigen Woche diskutierten auch Russlands und USAs Vizeaußenminister Sergei Rjabkow und Thomas Shannon bei einem Treffen in Helsingfors über eine eventuelle Erweiterung des Abkommens von 2010 über eine Abrüstung strategischer Waffen, bekannt unter „NEW START“. Ein neues Treffen in der gemeinsamen Kommission soll „in Bälde“ stattfinden. Laut dem „NEW START“ Abkommen soll die Anzahl der Sprengköpfe auf 1500 für beide Seiten reduziert werden und die Anzahl der Träger-Fahrzeuge auf 800 (Interkontinental-Roboter, U-Boote und Bomben für strategische Flugzeuge). Der Vertrag verpflichtet auch Moskau und Washington, Informationen über Atomwaffenlager auszutauschen.

Am heutigen Dienstag wird USAs Präsident Donald Trump in der UNO eine Rede halten über die „Reform“ dieser Organisation. Dreimal hat die USA jetzt gewarnt, Nordkorea anzugreifen. Die UN-Botschafterin der USA Nikki Haley sagte in dieser Woche, dass die UNO ihre Möglichkeiten erschöpft hätte und dass die Lösung jetzt dem Pentagon überlassen werden soll. [Na, dann liegt ja alles in den besten Händen. D. Ü.]

rt.com 12/9, ria-novosti 18/9

Dieser Kajman kann auch schwimmen.

Neue Waffen wurden beim Zapad-2017 Manöver getestet
Eine Reihe neuer Waffen und militärischer Ausrüstung, inkl. solcher, die gemeinsam von Russland und Weißrussland hergestellt wurden, wurden bei dem traditionellen Manöver Zapad-2017 getestet.

U. a. das Panzerfahrzeug Kajman, das mit einem Maschinen-Gewehr, Panzerabwehr-Robotersystem Sjersjen, dem Drohnen-System Moskit und dem Mehrfach-Abschuss-System Polonez bestückt ist.

Montag, 18. September 2017

Countercurrents runtergestuft und aus Nachrichtenfeeds entfernt

Binu hat Recht, wenn er meint, dass wir nur kollektiv erfolgreich sein können. Countercurrents ist der einzige große Newsletter aus der Dritten Welt mit vielen Stimmen, die wir bei uns nicht hören können. Also fordere ich euch auch auf, den Link zu empfehlen und zu verbreiten. Ich habe ja kürzlich auch schon berichtet, wie meine Seite manipuliert wird. Vor einem dreiviertel Jahr stieg die Zahl der Followers wöchtentlich um ca. 2 Leute an, jetzt sinkt sie kontinuierlich, genau wie die Zahl der Aufrufe.
Liebe Freunde,

Google hat Countercurrents. org heruntergestuft und aus seinem Newsfeed entfernt. CC wurde auch in den Suchrankings herabgestuft  Es geschieht mit fast allen alternativen Nachrichten-Websites. WSWS.org, eine seriöse sozialistische Website, hat einen Leitartikel geschrieben und führt eine Kampagne dagegen durch. Sie haben sogar an Google geschrieben. 

Können wir zulassen, dass wir aufhören? Wollen wir nicht, dass unsere alternativen Stimmen gehört werden? Ich werde nicht bei Google betteln. Ich weiß, die CC-Leser werden mir beistehen, um die Seite am Leben zu erhalten. 

Man sagt, teilen heißt sich kümmern. Jetzt ist es soweit, dass das Teilen Widerstand ist. Um Google und alle korporativen Medien-Manipulatoren zu schlagen, die die Stimmen der alternativen Medien ausschließen wollen, können wir eine Sache tun:  so viel wie möglich teilen. Leiten Sie den CC-Newsletter an so viele Personen wie möglich weiter. Ermutigen Sie sie, unseren Newsletter zu abonnieren. Gemeinsam KÖNNEN WIR SIE SCHLAGEN. 

Solidarität im Widerstand

Binu Mathew
Editor
Countercurrents. org
 
 
Dear Friends,

Google has downgraded Countercurrents.org and removed it from its news feed. CC has been downgraded in search rankings too.  It's happening to almost all of the alternative news websites. WSWS.org a respectable socialist website wrote an editorial, is running a campaign against it. They even wrote to Google. 

Can we take it lying down? Don't we want our alternative voices to be heard. I'm not going to beg to google. I know the CC readers will stand by it to keep it alive. 

They say sharing is caring. Now, it has come to a stage that sharing is resistance. To beat google and all the corporate media manipulators who want to shut the voices of alternative media, we can do one thing, share as much as possible. Forward CC news letter to as much people as possible. Encourage them to subscribe to our news letter. Together WE CAN BEAT them. 

In Solidarity in resistance

Binu Mathew
Editor
Countercurrents.org

Südkoreas Atomwaffenprogramm & Nordkorea will nicht so enden wie Libyen


Dieses Thema ist jetzt so wichtig, dass ich den Artikel komplett übernehme. Ich versuche außerdem, von der NK pro noch mehr über Südkoreas Atomprogramm zu erfahren.

Südkoreas Atomwaffenprogramm & Nordkorea will nicht so enden wie Libyen


Man schreibt heute sehr viel über Nordkoreas Atomwaffen. Über das seit Jahren betriebene Atomprogramm der Südkoreaner fällt dabei kein Wort!
Hier nun dazu eine kleine Abhandlung, die ein klein wenig dazu beitragen soll, zu verstehen, warum die Volksrepublik Nordkorea auch ihr Atomwaffen- nebst Raketenprogramm weiterentwickeln.
Auf jeden Fall wollen sie vermeiden, dass es ihnen so geht, wie weiland Libyen, das unter Gaddafi seine ganzen Atomwaffen- und anderen Waffensysteme freiwillig den USA übergeben hat, um seine “Friedfertigkeit” zu demonstrieren. Es nutzte ihm nichts.
Libyen wurde, wie wir alle wissen, vielleicht GERADE AUS DIESEM GRUNDE ANGEGRIFFEN, WEIL ES KEINE ATOMWAFFEN ZUR ABSCHRECKUNG EINES POTENTIELLEN AGGRESSOREN HATTE!
Einen Ausweg aus der heutigen gefährlichen Lage bietet der Vorschlag Chinas, Russlands und Nordkoreas, die US-Truppen aus Südkorea abzuziehen, die Militärmanöver der USA und ihrer Verbündeten vor den Küsten Nordkorea einzustellen, UM DANN DEM JAHRZEHNTEALTEN VORSCHLAG NORDKOREAS, ZUR SCHAFFUNG EINER ATOMWAFFEN FREIEN ZONE AUF DER KOREANISCHEN HALBINSEL EINZULEITEN.


Die Wahrheit über Südkoreas Entwicklung von Atomwaffen offengelegt

Aus dem Englischen: Brigitte Queck
6.September 2017

Das Institut für nationale Wiedervereinigung hat kürzlich ein ausführliches Memorandum veröffentlicht, in dem die Wahrheit über die geheimen Nuklearexperimente in Südkorea offen gelegt wurde. Dabei wurden die USA benannt, die diesen Plan ersonnen, betreut und ausgeführt haben.
Das Memorandum wies darauf hin, dass die südkoreanischen Politiker entgegen ihrer Mitteilung über ihre geheimen Nuklearexperimente, 4–Punkte Prinzipien zu ihren Nuklearaktivitäten entwickelt hätten. In der Zwischenzeit hätten sie eine Farce inszeniert, die zusätzliche Inspektionen durch die IAEA gestatten sollten.
Dies alles war darauf ausgerichtet, die öffentliche Meinung in Südkorea selbst als auch in der Welt zu beruhigen, um die Entwicklung von Atomwaffen zu verbergen.
Die Entwicklung von Atomwaffen in Südkorea sei von den südkoreanischen Politikern in den vergangenen 40 Jahren seit 1960 geheim gehalten worden. Die Entwicklung von Atomwaffen gehe auf die Militärregime von Chun Doo Hwan und Roh Tae Woo zurück. Bereits in den frühen 90 igern hatte Südkorea eine umfangreiche Forschung auf dem Gebiet der Kernenergie, eine Entwicklungsbasis und 20 umfangreiche Institute, die 15 000 Personen beschäftigten, darunter mehr als 1500 Forscher mit Doktortitel.
Das Taedok Forschungsgebiet, das sich auf einem Gebiet von über 8,4 Millionen Phyong erstreckt, befindet sich im südkoreanischen Taejon und wird als das Hauptquartier für die Entwicklung von Atomwaffen bezeichnet, was es auch in der Tat ist.

Tausende demonstrierten gegen Aurora 17


Entschuldigt, es war nicht meine Schuld, dass der Artikel plötzlich verschwand, sondern es war ein Meisterstreich von Blogger.

Hier kommt ein erstaunlich objektiver Bericht vom schwedischen Fernsehen. Die Polizei gab als Teilnahmerzahl 3500 an. Dann kann man annehmen, dass es noch mehr gewesen sind.


Tausende demonstrierten gegen Aurora 17

Valeria Helander
16. September 2017

Aus dem Schwedischen: Einar Schlereth

Sammlung auf dem Gustav Adolf Platz
Am Samstag fand eine große Demonstration in Göteborg gegen Aurora 17 statt, die großen Manöver, die gerade vor allem im Mälardalen [Fluss und Tal, an dem die Stadt liegt. D. Ü.], in Stockholm und um die Insel Gotland herum läuft. Mehrere Tausend Personen trotzten dem Regen und trafen sich, um ihre Unzufriedenheit zu zeigen.

Die Arrangeure waren 33 Organisationen und Parteien, die auf eine Teilnahme von 5000 gerechnet hatten. Angaben über die wirkliche Zahl gehen auseinander und die Schätzung der Polizei liegt bei
rund 3000 Leuten [Das halte ich auch für eine korrekte Angabe. D. Ü.]

Die Sammlung geschah auf dem Gustav Adolf Platz mit dem Ende auf dem Göta-Platz. Der Anlass der Demonstration ist das Manöver Aurora 17, das als schwedische Annäherung an den NATO angesehen wird.

 Das Video vom SVT sollte hier stehen, wird aber immer sofort wieder gelöscht. Ihr müsst halt hier auf den Link zur Original-Adresse klicken.

Ich bin hier, um gegen NATOs Kriegsübung in Schweden zu demonstrieren,“ sagt Sven Hellqvist, einer der Demonstranten.

Warum?“

Weil ich dagegen bin, dass Schweden Allianzen und Freundschaft mir kriegerischen Nationen eingeht,“ sagt Sven Hellqvist.

Um 14 Uhr begann der Marsch zum Götaplatsen. Davor wurden auf dem Gustav Adolf Platz Reden von Gudrun Schyman, Valter Mutt und Sven Wolter u. a. Gehalten.

Abschluss auf dem Göta-Platz (Foto: Kjell Martinsson) 
Auch Agneta Danielson und ihre Freundin Lena Nordberg waren auf dem Platz-

Wir sind hier, weil es eine große Schande und ein Skandal ist, dass Schweden überhaupt seine Haltung als allinanzfreier Staat in Frage stellt. Die ganze Zeit lässt man die NATO hier in unser neutrales Schweden herein und das muss ein Ende nehmen und deswegen bin ich hier,“ sagt Agneta Danielson.

Und ich bin für den Frieden. Und den kann es nicht geben mit solche Mänövern, wie sie die NATO hier in unserem neutralen Schweden durchführt,“ ergänzt Lena Nordberg.

Aurora 17 ist das größte Kriegsmanöver in Schweden seit 20 Jahren. Mehr als 20000 Mann werden teilnehmen und die USA kommen mit 1500 Soldaten.


Hier noch eine interessante Ergänzung – und zwar die Parolen, die auf einem kleinen Zettel jedem in die Hand gegeben und auch eifrig gerufen wurden, vor allem die erste Parole, die eigentlich auf Tucholsky zurückgeht:

  • Nicht ein Soldat, nicht ein Gewehr, nicht eine Krone für NATOs Militär.
  • Nein zur NATO, nein zum Krieg, ist für alle Menschen der beste Schirm.
  • Hört auf mit dem US-Gekrieche, wir wollen nicht der NATO Krieg.
  • Internationale Solidarität erfordert Schwedens Allianzfreiheit.
  • Nehmt Abstand von der NATO, gebt dem Frieden eine Chance,
    zerstört deren Kriegsallianz.
  • NATO raus aus Schweden, Schweden raus aus der NATO.
  • Frieden und Freiheit ist unsere Wahl, zerreißt das Gastabkommen.
  • Was sollen wir tun?
Aurora stoppen!
Was sollen wir tun?
Aurora stoppen!
Wann? Jetzt! Wann? Jetzt!
Wann? Wann? Wann?
Jetzt! Jetzt! Jetzt!



Donnerstag, 14. September 2017

Marokkos Rebellionen und zwei bedeutende Frauen



Vijay Prashad

12. September 2017


Aus dem Englischen: Einar Schlereth

Nicht weit von Rabats Bahnhof hält eine kleine Gruppe von Demonstranten marokkanische Fahnen hoch und singt für ihr Leben. Sie besteht aus einer Familie von Bauern, die ihr Land verloren hat. Sie sind Rebellen im Namen des Königs, den sie um Abhilfe bitten. „Wenn der König nur von unserer Situation wüsste,“ sagt einer der Männer. Vorübergehende umstehen die Gruppe. Auch Polizisten. Sie sind verwirrt. Nach ein paar Stunden sammeln die Bauern ihre Sachen zusammen. Sie gehen zum Bahnhof. Es ist vorüber.

Foto von Jochen Frey CC BY 2.0
Der Palast von Mohammed VI, König von Marokko seit 1999, liegt nicht weit vom Bahnhof. Aber der König ist nicht zuhause. Er ist auch in keinem seiner 12 Paläste in großen Städten wie Casablance, Fez oder Meknes (der tägliche Unterhalt dieser Paläste beträgt mehr als 1 Mill. $). Die Nachrichten sagen, dass er dort ist, wo seine Leidenschaft liegt – beim Jetski fahren weit weg von Marokko.

Touristen kommen nicht oft nach al-Hoceima, das zwischen dem Mittelmeer und den Rifbergen liegt. Es ist vor allem ein Fischerort mit eingestreuter alter spanischer Architektur versteckt hinter modernen Bauten. Im vergangenen Oktober konfiszierte die Polizei ein paar Fische des Marokkaners Mouchine Fikri, ein 31-jähriger Fischhändler, und warf sie in die Abfallpresse. Fikri sprang hinterher, um die Fische zu retten. Er wurde von der Maschine getötet. Die Menschen betrachteten dies als weiteres Beispiel von hogra – der täglichen Erniedrigung von Menschen wie sie selbst durch die makhzen (die königliche Familie und ihr militärisches Establishment sowie die Landbesitzer und Geschäftsleute). Wütende Rebellionen explodierten im Rif.

Hitzige Rebellionen

Regelmäßige Proteste breiteten sich von al-Hoceima auf andere Städtchen und Großstädte in ganz Marokko aus.

al-Hoceima

Diese Demonstrationen richten sich nicht gegen die Regierung. Sie werden von den makhzen gefürchtet. Die Regierung schwankte zwischen Verhaftung der Führer der Proteste und Erfüllung ihrer Forderungen. Die Verhaftungen der Führer der al-Hirak al-Sha‘abi (Volksbewegung) – Nasser Zefzafi, Najib Ahamjik und Silya Ziani – ärgerten die Öffentlichkeit mehr als dass sie sie einschüchterten. 50000 Menschen marschierten durch Rabat am 11. Juni. Das war der größte Protest in der Stadt seit dem 20. Februar der Bewegung von 2011 (als Teil des arabischen Frühlings).

Es ist schw
er, nicht in Erstaunen über Marokkos Geschichte zu geraten. Im Labyrinth der Medina von Fez liegt die Al-Karouine Universität, die 859 n. u. Z. von Fatima al-Fihri gegründet wurde [über 100 Jahre vor der ersten Uni in Europa in Parma und über 500 Jahre vor der 1. Uni in Deutschland! D. Ü.]. Diese Tochter eines reichen Händlers legte ihr Geld in einen Ort der Gelehrsamkeit an, der solche Koryphäen wie Ibn Chaldun (arab. Historiker), Moses Maimonides (andalusisch-jüdischer Philosoph) und Leo Africanus (Geograph aus Marokko) hervorbrachte. Uralte Manuskripte liegen in ihrer Bibliothek.

Es ist ein Trost, dass die Zerstörungen, die Mosul zerrissen haben, dessen große Bibliothek von der IS zerstört wurde, nicht zu diesem Juwel kommen wird. Vielmehr ist Nachlässigkeit der Schädling. Vor der Universität fließt der Fluss Fez, der mehr Abwässer von den Gerbereien als frisches Wasser führt.
Die Architektin für seine Restauration Aziza Chaouni, nennt ihre Stadt eine „lebende Stadt“, nicht nur eine Stadt für Touristen, sondern für die Million Menschen, die sie bewohnen. [Der gute Vijay Prashad ist nicht ganz up-to-date. Dieser Architektin ist es gegen großen Widerstand gelungen, den Fluss und die öffentlichen Plätze der Altstadt, inzwischen zum Weltkulturerbe ernannt, mit dem größten Fußgängernetz der Welt zu retten und enorm zu verschönern. Und dazu gibt es sogar einen Film, den ihr hier mit deutschen Untertexten anschauen könnt. D. Ü.]




Chinesische Anwesenheit
Marokkos Behörden befürchten, dass die Hirak Proteste dem Tourismus schaden könnten – dem wichtigsten Devisen-Bringer. Die Regierung möchte gerne, dass 20 Millionen Touristen, das doppelte der gegenwärtigen Zahl, in das Land kommen. Die Zahl der westlichen Touris sinkt. Hingegen ist die Zahl der chinesischen Touristen gestiegen. Man kann überall chinesischen Touristen begegnen - in den Medinas der Altstädte und in der Haschisch-Zone der blauen Stadt Chefchaouen (70 % des Haschisch kommt aus Marokko).


Chefchaouen - die blaue Stadt
Armut und hogra und auch die staatlich unterstützten radikalen Kleriker haben die Tür geöffnet für den Zorn, um von Massenprotesten zu Terror-Aktionen überzugehen.
Der IS Bombenhersteller Najim Laachraoui, der bei einem Selbstmordattentat am Brüsseler Flughafen starb, kam aus Ajdir (Marokko) ebenso wie die Pariser Attentäter Salah Abdeslam, Brahim Abdeslam und Abdelhamid Abaaoud. Im Juni deckten die Behörden in Marokko in der südlichen Küstenstadt Essaouira eine ISIS-Zelle auf.

Hirak hat die grundlegenden Bedürfnisse der Marokkaner offengelegt: Würde, Gesundheit, Erziehung und Zugang zu Trinkwasser. Genau dies ist das Gegenmittel gegen die IS. Vernachlässigung der Bevölkerung droht, sie in die Arme des ansteckenden Radikalismus zu treiben, der in Marokko nur schwer Wurzeln schlägt.

Aber: Einer der bedeutendsten Absolventen der Uni Al-Karouine war Abd el-Krim, der Gründer des modernen Guerilla-Krieges [Ich muss Vijay korrigieren. Begründer der Guerilla, was kleiner Krieg heißt, war das spanische Volk gegen die Besatzung Napoleons. d. Ü.] Krims Rebellion im Rif von 1921 – 1926 vernichtete die viel stärkere spanische Armee. Aber er wurde am Ende gefangen genommen und ins Exil nach Ägypten geschickt. Seine Forderungen waren ebenso elementar: für die Würde und den Lebensunterhalt. Sie sind noch nicht eingelöst. Sie sind wieder auf den Tisch gelegt worden.




Weitere Artikel von: Vijay Prashad 
und sein neuestes Buch heißt: ‚No Free Left: The Futures of Indian Communism“ (New Delhi: Left Word Books, 2015)

Quelle - källa - source

Montag, 11. September 2017

Neue Post aus Russland vom 11. September 2017



Stefan Lindgren

Aus dem Schwedischen: Einar Schlereth



Ein gewisser Fortschritt für die Opposition


Am Wochenende wurden in 82 von Russlands 85 Föderationen Wahlen abgehalten. 16 Regionen wählten Gouverneure, 11 regionale Parlamente und die übrigen wählten örtliche beschließende Versammlungen. Insgesamt sind 88 000 Kandidaten von den Wählern beurteilt worden.

Laut dem Nachrichtenbüro Ria-novosti sind noch keine Unregelmäßigkeiten registriert worden, aber die Opposition behauptet natürlich, dass die amtierenden Machthaber ihre sog. administrativen Ressourcen ausgenutzt haben. U. a. verweisen sie auf die Anzahl „Wohnungswähler“ (Kranke und Invaliden, die nicht zum Wahllokal kommen können) in Moskau, die viermal höher ist als im Vorjahr.

Die Wahlteilnahme war allgemein niedrig. In Moskau hatten um 18 Uhr nur 12 % gewählt. In den Regionen wurde die niedrigste Zahl in Wladiwostok registriert (12,65 %) und die höchste in Tjerkessk (56,93 %). In manchen Regionen u. a. Swerdlowsk wurde eine höhere Teilnahme notiert als früher.

Die größte Überraschung ist, dass es der „demokratischen Opposition“, die in Moskau von Dmitri Gudkow organisiert wird, dem früheren Duma-Mitglied für „Gerechtes Russland“, gelang, einige Vertreter in die örtlichen Versammlungen zu bringen.

Ca. 1000 Kandidaten der Opposition haben sich um 1502 Plätze beworben. Gleichzeitig notierte man ungewöhnlich viele Kandidaten unter 35 Jahren (32 % gegenüber 25 % 2012). Ilja Jaschin, Führer der außerparlamentarischen „Solidarität“ erklärte, dass er in seinem Wahlkreis in Moskau gewonnen habe.
Dmitri Gudkow behauptet, dass 190 Oppositionskandidaten gewählt wurde und in mehreren Regionen der Hauptstadt die Majorität gewannen.

Insgesamt siegte das Vereinte Russland selbst in der Hauptstadt mit 76 %, gefolgt von Jabloko mit 11.72 % und der Rest verteilte sich auf eine Reihe von Parteien, vor allem die Kommunistische Partei, berichtete TASS.

Im Kreml notierte man zufrieden, dass alle neuen Gouverneure, die mit Unterstützung der Regierung aufgestellt wurden, gesiegt haben.
http://www.newsru.com/russia/11sep2017/erfilter.html

Putin und Abe auf dem Forum im Osten




Östliches Wirtschaftsforum
Russlands Präsident Wladimir Putin und Japans Premier Shinzo Abe trafen sich am Donnerstag zum 19. Mal auf dem üblichen ökonomischen Forum, das in Wladiwostok mit Gästen aus 60 Ländern abgehalten wurde.

Putin konnte konstatieren, dass das ökonomische Wachstum im russischen Fernen Osten den Durchschnitt in Russland übertroffen hat. Die Investitionen stiegen mit 20 % im ersten Halbjahr d. J.

Eine Reihe großer Industrieprojekte sind im russischen Fernen Osten dazugekommen, u. a. Die Schiffswerft Zwesda und ein gas-chemisches Kombinat in der Amur-Region. Die Kommunikationen sind verbessert wurden durch die Modernisierung von BAM und der Transsibirischen Eisenbahn und dem erhöhten Verkehr durch die Nordost-Passage. Jetzt wird überlegt, ob man eine Verlängerimg der Bahn nach Sachalin bauen soll.

Die ökonomische Zusammenarbeit wird begünstigt durch neue großzügigere Visumbestimmungen. U. a. sind 13 000 Visa ausgefertigt worden für die Gäste des Forums auf elektronischem Weg. Personen, die 10 Mill. Dollar  oder mehr investieren, erhalten automatisch die russische Staatsbürgerschaft. Für richtig große Investitionen (über 100 Mrd. Rubel) wird Steuerfreiheit bis zu 19 Jahren bewilligt. [Na, da werden sich bestimmt eine Reihe von Kapitalistensäcken melden. D. Ü.]
Japans Shinzo Abe nannte das Treffen „historisch“ und es wird wie gewöhnlich spekuliert, dass die Partner zu einer Lösung des zähen Zwistes um die vier Kurileninseln gelangt sind.

Abe und Putin treffen sich wieder im November auf der APEC-Konferenz in Vietnam. APEC steht für die Asia-Pacific-Economic Cooperation, eine Organisation mit 21 Mitgliedern, u. a. USA, Japan, China und Russland. Seit Taiwan auch dabei ist, werden die Mitglieder teilnehmende Ökonomien genannt und nicht „teilnehmende Länder“, da Taiwan ein Teil Chinas ist.
Kremlin.ru, Tass vom 7/9

Sonntag, 10. September 2017

KENYAS „Null und Nichtig“-Wahlen


Vorbemerkung: Ich habe erstmals das Übersetzer-Programm Deeple benutzt, das mir gestern von einem Leser empfohlen wurde. Ich testete es gleich mit kurzen Texten und die waren bis auf kleine Fehler sehr gut übersetzt. Schickte es auch gleich an Freunde. Vergesst es! Ich habe diesen Artikel zum Übersetzen reingelegt und es wurde eine Katastrophe. Ich brauchte länger zum Korrigieren, als wenn ich es selbst übersetzt hätte. Wenn dann noch etliche slang-Ausdrücke auftauchen, dann ist der Ofen völlig aus. Es wird wohl noch sehr, sehr lange dauern, bis eine brauchbare maschinelle Übersetzung das Licht der Welt erblickt.

KENYAS „Null und Nichtig“-Wahlen

Thomas C. Mountain
5. September 2017

Aus dem Englischen: Einar Schlereth

Wieder einmal Lug und Trug.
Es schien, als ob die Wahlen in Kenia im vorigen Monat wie immer fair und ehrlich gestohlen werden würden. Stattdessen hat ein Oberster Gerichtshof, handverlesen von der Königlichen Familie Kenyatta, sich aufgelehnt und zum ersten Mal in der afrikanischen Geschichte die Wahl für „null und nichtig“ erklärt und eine erneute Wahlen angeordnet.

Kenia wird seit der Unabhängigkeit vor mehr als einem halben Jahrhundert von derselben ethnischen Kikuyu-Minderheit regiert, der Familie Kenyatta. Die Briten haben die Kenyatta gewählt, um den Neokolonialismus in einem Land einzuführen, das einst vom Aufstand der Mau-Mau geprägt war, und die Kenyattas haben sich viel länger an die Macht geklammert, als ihre Kolonialherren es erwartet hätten. „Buy, Rig or Steal“ (kaufen, fälschen oder stehlen) war der Modus operandi, ganz gleich, wie groß die Empörung nach dem jüngsten Wahlraub auch war, Kenias neo-koloniale Herrscher haben immer zu den Kenyattas gehalten, und diese Wahl war keine Ausnahme.

In Anwesenheit des früheren US-Außenministers John "Botox" Kerry, der als Wahlbeobachter wohlwollend die Wahlkommission betrachtete, darunter viele (N)o (G)ood (O)utfits [US-gekaufte NGO‘s. D. Ü.] und Regierungsgegner aus aller Welt, erklärte der kenianische Wahlbeauftragte die guten alten Jungs als Sieger.

Donnerstag, 7. September 2017

Das Volk von Nordkorea – eine verteufelte Nation. Was ist die Wahrheit?



Eva Bartlett
5. September 2017


Aus dem Englischen: Einar Schlereth


Kinder in einem Pjöngjang Waisenheim, bevor sie eine Trommelvorführung geben.
Ich besuchte die DPRK (Demokratische Volksrepublik Korea) vom 24. bis zum 31. August d. J. Als Teil einer sehr kleinen Delegation, die interessiert war, von den Nordkoreanern selbst etwas über ihr Leben, die US-Sanktionen und die pausenlosen Kriegsmanöver, ihre Geschichte und mehr zu hören. Bald werde ich noch mehr Fotos und Videos auflegen.

Behaltet bitte im Kopf, dass dieses Land zu den am meisten verteufelten Ländern auf der Erde gehört – zusammen mit Syrien und dem früheren (jetzt zerstörten) Libyen, um nur ein paar zu nennen. Die westlichen Medien sprechen nicht vom Volk Nordkoreas, auch nicht von der erstaunlichen Infrastruktur, dem kostenlosen Wohnen und Gesundheitswesen, der eindrucksvollen Landwirtschaft und der grünen Energie und den vielen Dingen, die das Volk der DPRKso gut gemacht haben, worüber ich in den kommende Tagen reden werde.
Pjöngjang und der größte Teil Nordkoreas wurde von den US-Bomben platt gemacht, wodurch nur noch wenige ein-stöckige Häuser standen. Nach der Zerstörung und dem Morden in der DPRK, überschüttete die USA das Land mit Sanktionen. Wie das Volk weitergemacht hat und riesige Fortschritte machte, ist allen Respekt wert. Die absurden, Cartoon-haften „Nachrichten“, die man in den westlichen Medien über Nordkorea hört, sollen nur von Amerikas Verbrechen gegen das nordkoreanische Volk ablenken und Unterstützung schaffen für ein weiteres Gemetzel unter Führung der USA an dem unschuldigen Volk.

Ein Hochschulstudent kommentierte dies so: „Warum legt niemand Amerika Sanktionen auf?“ Nur zu wahr.

Ich werden weitere Foto zu diesem Album hinzufügen,wenn das Internet und die Zeit es erlaubt. Ich hoffe, eine völlig anderes Bild als unsere Massenmedien von Nordkorea geben zu können.
Anmerkung:
Im Anschluss hieran hat Eva Bartlett eine Menge Fotos angehängt, womit man ein Album zusammenstellen kann. Aber das kann ich nicht.  Klickt bitte hier unten auf die Quelle, dann könnt ihr sie ansehen und einzeln runterladen oder auf andere Weise, die ich nicht kenne.

Quelle - källa - source

Die Wahrheit über Nordkorea (Update)

Hier kam gerade ein ausgezeichneter Artikel zu Nordkorea herein. Der Wiederaufbau des total zerstörten Landes (kein Vergleich mit der in Deutschland) und die technologische Entwicklung des Landes spottet jeder Beschreibung. Was das Land seinen Bürgern bietet, muss jeden Hartz4-Empfänger erblassen lassen. Und sie haben keinen Yankee-Stiefel im Genick!

 
Globalresearch hat eine wunderbare Idee gehabt: Zum Thema ‚Die Wahrheit über Nordkorea‘ haben die Freunde eine Reihe von Artikeln zusammengestellt, die verschiedene Aspekte beleuchten. Dieser Link geht auf die Seite, wo ALLE die ausgewählten Artikel zu bestimmten Problemen mit kurzer Beschreibung zu finden sind (z. B. Selected Articles über ‚All the Countries America has invaded … in One Map‘ oder zu Cocaine, Heroin ‚How Big is the Global Drug Trade?‘ etc)


Heute stelle ich euch die Korea-Seite vor und den Artikel von Eva Bartlett werde ich separat komplett übersetzen.

DIE WAHRHEIT ÜBER NORDKOREA


Die Medien haben Nordkorea verteufelt, ohne zur Kenntnis zu nehmen, dass die USA mehr als ein halbes Jahrhundert gedroht haben, Nordkorea mit Atomwaffen anzugreifen.
Wer ist die Bedrohung für die globale Sicherheit, Kim Jong-in oder Donald Trump?
Lest unsere ausgewählten Artikel.

                                                                      * * *
                           
Russland und China versus den Westen gegen Nordkorea 

von Stephen Lendman: 5. September 2017

Russland und China drängen auf Diplomatie, um die sich vertiefende Krise zu lösen. Sie wollen die Spannungen entschärfen.
Sie sind gegen konterproduktive schärfere Sanktionen, Drohungen und Säbelrasseln, die nur Nordkoreas stärkere Entwicklung von Atom- und Interkontinentalraketen ermutigen.


Die Notwendigkeit für US-Nordkorea Friedensgespräche: Jimmy Carter. „Sie wollen einen Friedensvertrag, der den Waffenstillstand von 1953 ersetzt“

von Jimmy Carter, 5. September 2017

Bei allen diesen Besuchen betonten die Nordkoreaner, dass sie friedliche Beziehungen zu den Vereinigten Staaten und ihren Nachbarn wünschen, aber überzeugt sind, dass wir einen Präventivschlag gegen ihr Land planen. Sie wollen einen Friedensvertrag (besonders mit den USA), um den Waffenstillstandsvertrag des Koreakrieges 1953 zu ersetzen und ein Ende der Wirtschaftssanktionen, die für sie sehr schädigend gewesen sind in der vergangenen Periode.

Mittwoch, 6. September 2017

Russland bietet China gemeinsame Motoren-Entwicklung für zivile Luftfahrt an


Das wird aber auch Zeit. Woanders las ich gerade, dass die Chinesen von den Amis über 7000 Boings kaufen wollen innerhalb der nächsten 30 Jahre für fast 2 BILLIONEN $. Sind die total verrückt geworden. Das können die doch besser und billiger selbst bauen. Naja, vielleicht wollen sie auf diese Weise ihre verdammten Schrott-Dollars loswerden.


Russland bietet China gemeinsame Motoren-Entwicklung für zivile Luftfahrt an

RT
16. Juni 2017

Aus dem Englischen: Einar Schlereth
Die russische MC21 Passagier-Maschine © Sergey Mamontov / Sputnik

Der russische staatliche Industrie-Gigant Rostec hat eine Zusammenarbeit mit China vorgeschlagen zur Entwicklung von Motoren für Langstrecken-Passagierflugzeuge. Beide Länder entwickeln Inland-Flugzeuge, die gegenwärtig noch ausländische Motoren benutzen.

„Wir schlugen den Chinesen vor, dass wir gemeinsam einen Motor für Langstrecken-Passagierflugzeuge entwickeln auf Basis der russischen PD-14 Maschine,“ sagte der Sprecher Viktor Kladow von Rostec zu RIA Novosti am Rande der IV. Russisch-Chinesischen Expo in Harbin, China.

Laut Kladow hofft Rostec, dass der Prototyp der Maschine 2020 fertig sein wird. Russland hat an der Irkut MC-21, einer Doppelmaschine für Passagierflugzeuge mit mittlerer Reichweite entwickelt und tritt auf dem Weltmarkt als Konkurrent auf, dank seiner niedrigen Preise und höheren Fluggeschwindigkeit [Sage ich doch. D. Ü.].

China hat die Zwillingsmaschine Comac C919 entwickelt, die bis zu 158 Passagiere aufnehmen kann und eine Reichweite von 4075 km hat. Eine andere Version erreicht bis zu 5555 km.

Beide Flugzeuge haben 2017 ihre Jungfernflüge absolviert. Russland wurde mit einer US Pratt & Whitney PW1400G ausgestattet, aber die Version für den Inlandmarkt wird die russische Maschine PD-14 verwenden.

Die C919 wird mit einer CFM International LEAP turbofan französischen Ursprungs angetrieben.

Quelle - källa - source

Der schwedische Kampf gegen Atomwaffen muss weitergehen! (deutsch und schwedisch)


Der schwedische Kampf gegen Atomwaffen muss weitergehen!
Auf der Friedenskonferenz in Stockholm am 2.-3. 9. 2017 angenommene Erklärung

  • Die Vereinigten Staaten haben durch ihren Verteidigungsminister James Mattis und ihren Chargé d‘affaieres David Lindwall Druck auf die schwedische Regierung ausgeübt mit der Forderung dass Schweden nicht das UN-Abkommen zum Atomwaffenverbot ratifizieren darf, das unser Land zusammen mit 121 anderen Länder annahm.
  • Seit mehr als 50 Jahren hat Schweden einen Kampf gegen Atomwaffen geführt, national und international. Seit 1963 gilt der Beschluss des Reichstages, dass Schweden keine Atomwaffen besitzen darf.
  • Schwedens Regierung muss unmittelbar die freche Einmischung der USA in die schwedische Politik zurückweisen und deutlich machen, dass Schwedens Sicherheitspolitik von Schwedens Volk beschlossen wird und nicht von fremden Mächten.
  • Laut den Sprechern der Vereinigten Staaten kann ein Verbot der Atomwaffen die Zusammenarbeit mit der NATO stören. Das bestätigt, dass das Wirtsabkommen den Weg für Atomwaffen frei macht, was ein großes Risiko für die Sicherheit unseres Landes birgt.
  • Schweden ist und soll ein alliansfreies Land sein und kein Mitglied der NATO.

Schwedens Regierung und Reichstag muss das UN-Abkommen zum Atomwaffenverbot ratifizieren!

Diese Erklärung wurde auf der Friedenskonferenz in Stockholm vom 2. - 3. September 2017 mit Rednern wie Maj-Britt Theorin und Jan Öberg, Friedensforscher bei der TFF-Stiftung und den verschiedenen anti-NATO und anti- Atomwaffen-Gruppen angenommen. 


Svensk kamp mot kärnvapen måste fortsätta - USA
 ska inte få Styra svensk säkerhetspolitik!


  • Förenta Staterna har genom sin försvars-minister James Mattis och sin chargé d’affaires David Lindwall satt press på Sveriges regering med krav på att Sverige inte ska ratificera det FN-avtal om kärnvapenförbud som vårt land antagit tillsammans med 121 övriga länder.
  • Sedan mer än 50 år har Sverige drivit kamp mot kärnvapen nationellt och internationellt. Sedan 1963 gäller riksdagens beslut att Sverige inte ska ha kärnvapen.
  • Sveriges regering måste omedelbart avvisa USA:s fräcka inblandning i svensk politik och klargöra att Sveriges säkerhetspolitik beslutas av Sveriges folk, inte av främmande makt.
  • Enligt Förenta Staternas talespersoner kan ett förbud mot kärnvapen störa vårt lands samarbete med Nato. Det bekräftar att värdlandsavtalet öppnar för kärnvapen och innebär en stor risk för vårt lands säkerhet.
  • Sverige är och ska förbli ett alliansfritt land, ej medlem i Nato.

Sveriges regering och riksdag måste ratificera FN-avtalet om förbud mot kärnvapen!


Uttalande antaget vid fredskonferens i Stockholm 2–3/9 2017 med talare som Maj-Britt Theorin, Jan Öberg: fredsforskare vid TFF-stiftelsen, Jan Öberg: fredsforskare vid PRIO: Peace research institute Oslo.


Kronoberg för Fred och Alliansfrihet (KFA)

Warum müssen die Völker der Welt Venezuela verteidigen? Venezuela und Deutschland im Vergleich


Dipl. Staatswissenschaftlerin Außenpolitik Brigitte Queck hat uns dankenswerter Weise diesen Artikel zur Veröffentlichung geschickt, in dem sie sich die Mühe machte, die Lebensbedingungen der Menschen in den wichtigsten Bereichen miteinander zu vergleichen. Das könnt ihr dann gerne mal den Hartz4-Beziehern unter die Nase halten. Und das wurde in einem außerordentlich kurzen Zeitraum erreicht, in einem Land, das nicht entfernt so reich und wohlhabend ist. In dem Zusammenhang könnt ihr auch mal die Frage stellen, wohin denn die Milliarden der Bundesrepublik verschwunden sind.
Brigitte Queck
6. September 2017

1. Laut Verfassung der Bolivarischen Republik Venezuela hat jeder Bürger Venezuelas das Recht auf Arbeit und die Pflicht, zu arbeiten.Dabei ist jeder Arbeitgeber verpflichtet, seinen Beschäftigten angemessene Arbeitsbedingungen und Sicherheit am Arbeitsplatz zu garantieren, was vom Staat kontrolliert wird.
In der Bundesrepublik ist das Recht auf Arbeit verfassungsmäßig nicht garantiert und der STAAT hat aufgrund der in diesem Staate vorherrschenden Privatwirtschaft, KEIN RECHT, sich in die internen Angelegenheiten der Betriebe einzumischen!
2. Der venezolanische Staat garantiert die Gleichstellung von Mann und Frau.Die Hausfrauentätigkeit wird als Wirtschaftstätigkeit anerkannt und deshalb haben die Hausfrauen Venezuelas das Recht auf soziale Absicherung auch im Rentenfall!
In der Bundesrepublik haben die Frauen von jeher weniger Recht als die Männer. Die Frauen der BRD verdienen im Durchschnitt 20-25 % weniger als ihre männlichen Kollegen!
3. Jeder venezolanische Bürger hat das Recht auf soziale Sicherheiten, d.h. Gesundheitsversicherung in allen Lebenslagen wie Invalidität, Arbeitslosigkeit, Wohnungsverhältnissen, u.dgl.
In der Bundesrepublik können alle, die im Jahr zu lange krank sind, bzw. diejenigen, die sich in unliebsamen Parteien engagieren, arbeitslos werden!
4. Jeder Venezolaner hat das Recht auf angemessenen Wohnraum.
Das ist in der Bundesrepublik Deutschland nicht der Fall, weil es in diesem Staat auf den Geldbeutel ankommt, ob sich jemand einen angemessenen Wohnraum leisten kann!
5. Der venezolanische Staat hat ein öffentliches Gesundheitswesen unter staatlicher Leitung, das auf den Prinzipien der Kostenfreiheit, Universalität, Gleichheit und Solidarität beruht.
In der Bundesrepublik gibt es ein staatliches und privates Gesundheitssystem. Ein Privatversicherter wird auf jeden Fall besser und bevorzugt behandelt.Ein Nichtversicherter braucht in der Bundesrepublik auch nicht behandelt zu werden ! Es gab in der BRD bereits einige Fälle, in denen dies durch nicht rechtzeitige Behandlung des Betroffenen zum Tode geführt hat!
6. Die Renten dürfen in Venezuela nicht niedriger sein als der städtische Mindestlohn.
In der BRD gibt es nicht wenige Fälle, wo die Rentner 40 Jahre gearbeitet haben, deren Rente aber heute nicht einmal ausreicht, um ihre eigene Miete zu bezahlen.Sie müssen folglich zusätzliche staatliche Hilfe in Anspruch nehmen, die ihnen gegebenenfalls auch verweigert werden kann!
7. Der venezolanische Staat garantiert Familien mit geringen Einkünften Kredite für den Bau, den Erwerb, oder Ausbau von Wohnraum.
Dies ist in der Bundesrepublik ein unerreichbarer Traum, der in der Stadt und auf dem Lande nur in der sozialistischen DDR verwirklicht wurde!
8. Die Kultur und traditionelle Medizin der indegenen Völker wird vom venezolanischen Staat anerkannt.
In der Bundesrepublik sind alternative Heilmethoden nicht staatlich anerkannt. Bei Kindern von medizinischen Alternativanhängern werden notfalls staatliche Zwangsmaßnahmen angeordnet!
9. Die Bildung in Venezuela ist bis zur Universität eine öffentliche und kostenfreie Dienstleitung. Daher hat jeder das Recht auf umfassende und gute Bildung mit gleichen Bedingungen und Chancen. Private Bildungseinrichtungen unterstehen der Aufsicht und Überwachung des Staates.
In der Bundesrepublik bekommen die Kinder nicht überall eine umfassende und gute Bildung, die zudem in den verschiedenen Bundesländern sehr unterschiedlich gehandhabt wird. Gute und umfassende Bildung hängt in der BRD vom Geldbeutel der Eltern ab!
10. Das öffentliche Rundfunk und Fernsehen kostet in Venezuela nichts.
In der Bundesrepublik Deutschland MÜSSEN AUCH DIEJENIGEN, DIE KEINEN FERNSEHER,BZW. RUNDFUNKEMPFÄNGER HABEN, GZ-GEBÜHREN BEZAHLEN!
11.MONOPOLE UND GROßGRUNDBESITZ SIND IN VENEZUELA NICHT ERLAUBT!
In der Bundeserpublik Deutschland ist Privatwirtschaft, wie übrigens in allen Staaten der EU, nicht nur erlaubt, sondern ERWÜNSCHT UND SOGAR IN INTERNATIONALEN VERTRÄGEN FEST VERANKERT! Die Monopole werden vom Staat nicht nur bevorzugt behandelt, sie bestimmen die Politik der BRD und aller Länder der EU! Besonders der Letzte Punkt ist ausschlaggebend dafür, dass das Monopolkapital, besonders der USA, befürchtet, dass Venezuela in Zukunft Vorbildwirkung nicht nur für die übrigen lateinamerikanischen Staaten, sondern auch für die USA selbst haben könnte! Deshalb wird, wie bei allen vormaligen Regimechanges nach dem 2. Weltkrieg unter Führung der USA - siehe Dominikanische Republik, Guatemala, Chile, Afghanistan, Irak, Jugoslawien, Libyen, um nur einige zu nennen - bei denen mehr Tote zu beklagen waren, als im 1. und 2. Weltkrieg zusammen genommen - jetzt auch in Syrien, bzw. Venezuela, alles dafür getan, dass MÖGLICHST NICHT DIE BEVÖLKERUNG DIESER STAATEN ÜBER IHR EIGENES SCHICKSAL BESTIMMEN KANN, SONDERN DIE 0,1% DER MÄCHTIGSTEN DIESER WELT, DIE AUCH AN KRIEGEN VERDIENEN UND DIESE ANZETTELN !
DESHALB MÜSSEN DIE VÖLKER DER WELT VENEZUELA UND SYRIEN UNTERSTÜTZEN!


Dienstag, 5. September 2017

Neue Post aus Russland vom 4. September 2017


Stefan Lindgren

Aus dem Schwedischen: Einar Schlereth


Der diplomatische Krieg USA – Russland


Der diplomatische Zwist zwischen Russland und USA droht jetzt, die Beziehungen für absehbare Zeit zu schädigen. Die Beschränkung des amerikanischen Personals in Russland hat dazu geführt, dass Visierungen in die USA nicht ausgeführt werden können. Von russischer Seite sagt man, dass der Beschluss des Weißen Hauses, das größte russische Konsulat in den USA in San Francisco zu schließen, die Arbeit nicht beeinträchtigen wird.

Im Zusammenhang mit der Räumung des Konsulatgebäudes klagt Russland die USA an des Bruchs internationalen Rechts. Die USA verlangte am 31. August, dass die russischen diplomatischen Aktivitäten in San Francisco sowie in den Gebäuden der russischen Handelsvertretungen in Washington und New York zum 2. September aufhören sollen. Die russischen Diplomaten hielten diese Forderung ein, aber das Diplomatenpersonal soll noch einen Monat Zeit haben, die Wohnungen zu räumen.
Trotzdem drang die amerikanische Polizei dort ein und Russland befürchtet, dass man „kompromettierendes Material“ dort platzieren würde.

Ria.ru vom 4/9




ZAPAD 2017
Die russisch-weißrussischen Manöver ZAPAD 2017 sind ein übliches Herbstmanöver, das in diesem Jahr enorme Aufmerksamkeit in der westlichen Presse auf sich gelenkt hat. Es heißt dort, dass die Übungen eigentlich 100 000 Soldaten umfassen, nicht 12700, wie die Länder selbst sagen.

Es wird auch fälschlicherweise behauptet, dass das Manöver ohne Beobachter stattfindet. Sowohl Weißrussland als auch Russland haben NATO-Beobachter eingeladen, obwohl die OSZE-Regeln für Manöver dieser Größenordnung keine Beobachter erforderlich machen.

Die Russen nehmen mit 5500 Mann, 70 Flugzeugen und Helikoptern sowie 680 Kampffahrzeugen teil, inkl. ca. 250 Panzer, 200 Artilleriegeschütze, Raketen-Abschusssysteme und Granatwerfer samt 10 Fahrzeugen. Sämtliche Ziffern liegen unter der OSZE-Grenze für Beobachterpflicht.

Die westliche Seite führt gleichzeitig Aurora -17 durch, gemeinsam mit Schweden und der NATO. 2017 veranstaltet die NATO mehr als 40 Übungen in europäischen Ländern, der Türkei, in der Ostsee und im Mittelmeer.

In Estland gab es im Mai den „Spring Storm“ mit 9000 Soldaten, davon 2300 von anderen NATO-Ländern. Die Amerikaner fuhren mit ihren Abrams-Panzern buchstäblich bis auf einen Steinwurf an die russische Grenze. Im selben Monat wurde in Estland „Baltic Fortress“ mit Kriegsschiffe aus mehreren Ländern, nur 150 km von der russischen Küste entfernt.

Sonntag, 3. September 2017

Venezuela: Die Menschen treiben die Revolution voran plus Video mit Abby Martin


Hier kommt ein Video, in dem Abby Martin den venezolanischen Minister für Wirtschaft und Planung Ricardo Menéndez interviewt, das auf Spanisch geführt wird, aber mit englischen Untertiteln versehen ist. Der Minister erklärt sehr anschaulich und verständlich, wie und von wem die Probleme verursacht wurden: 1. Der Wirtschaftskrieg der USA, 2. die finanziellen Manipulationen der USA zur Zerstörung der Währung, 3. den manipulierten Ölpreis-Verfall, 4. durch Sabotage der ungeheuer reichen Oligarchen, die Medien zu 90 % und die riesigen Supermärkte fast vollständig kontrollieren, 5. den starken Zuwachs der Bevölkerung - zumal der Kinder und der Alten -  was zu einem starken Anwachsen des Budgets für Gesundheit, für die Erziehung, die Schulspeisungen, die Altersversorgung etc. pp. geführt hat, wohlgemerkt alle kostenlos. Und dies alles bei einem brutalen Rückgang der Einnahmen aus dem Erdöl. Es mag durchaus auch Korruption geben, aber im großen und ganzen kann sie keine größere Rolle spielen, sonst wären alle diese Programme, die weiterlaufen, nicht denkbar. 
Danach ein Interview von Farooque Chowdhury und Fred Magdoff mit Christina Schiavoni, die seit anderthalb Jahren in einem Armenviertel von Caracas lebt. Sie ist Aktivistin und Spezialistin für Nahrungssicherheit und hat ein Forschungs PhD. Und sie bestätigt praktisch, was der Minister oben gesagt hat, was zeigt, dass er keine Propaganda-Märchen erzählte.

VIDEO

Quelle hier.

Venezuela: Die Menschen treiben die Revolution voran plus Video mit Abby Martin


People Are Radicalizing The Bolivarian Revolution 

by Farooque Chowdhury 
September 3, 2017


by Farooque Chowdhury and Fred Magdoff

Amidst imperialist interference, the people in Venezuela are carrying on the task of reorganizing their society. Real-life picture in Venezuela is far different from new-reports the mainstream media continuously circulates. The following interview of Christina Schiavoni, a researcher and food sovereignty activists, provides a different view of the life of the Venezuelan people than we normally get from the media. The interview covers food and health situations as well as on-going politics and people’s participation in the politics. The interview was conducted by Farooque Chowdhury and Fred Magdoff, in August 2017.

Q 1: Every day we are being bombarded by the mainstream media with Venezuela related news. Will you, please, share with us your recent experience in Venezuela?

"Die Menschen hungern", sagen die Amis.
Christina Schiavoni: Sure. I am a food sovereignty activist and a PhD researcher. I am originally from the US and my research institute is based in the Netherlands, but I have been living in Venezuela over the past year and a half, examining food politics here. It’s been quite the dynamic moment to be here doing this research! One of the best parts about it is that I have been living with friends – a family – in the working-class neighborhood of El Valle, Caracas. This has given me a direct glimpse into the daily realities facing the majority of the population, which is urban and working-class. At the same time, I have had the opportunity to visit other parts of the city and to travel to more than half of Venezuela’s twenty-three states to witness other realities.

The main thing I’d like to emphasize about daily life in Caracas is that indeed people are carrying on. Markets are bustling, children are playing in the streets, cultural activities are happening, etc. There is a major disconnect between this reality and what’s presented in the news, which looks as if Caracas is a war zone. Those images, e.g., of masked protestors in direct confrontation with police forces were from demonstrations largely confined to the wealthier areas of the city. For communities such as El Valle, daily life is more or less the same as usual. The only thing is that when the demonstrators blocked the roads, even in other parts of the city, this had ripple effects on transportation more broadly, making it hard for people to get to work, school, appointments, etc. And, then, of course, there were the impacts of ongoing economic destabilization activities, which I will get to shortly.

The other thing I’d like to emphasize, which I hope to speak to more as we go on, is that all of the grassroots organizing and mobilizing that the Bolivarian Revolution has been known for over the years is very much alive and kicking right now. This was never of interest to the mainstream media, but even the alternative media has been rather remiss in its coverage, and far too often it is as if the people, communities, and movements that are doing a tremendous amount of inspiring work on the ground are invisible.


Hier weiterlesen.

Freitag, 1. September 2017

Hommage an Syrien


Aidan O‘Brien

31. August 2017

Aus dem Englischen: Einar Schlereth


Eine seltsame Sache geschah in voriger Woche. Der US-Präsident hat offiziell die CIA aufgefordert, ihren Krieg gegen Syrien zu beenden. Es ging also nicht um die globale Erwärmung oder „Assad“ oder den Neoliberalismus, es war sogar nicht einmal ein Bürgerkrieg. Der Kriegsmacher in Syrien war die CIA. Natürlich wird die CIA inoffiziell ihren Krieg gegen Syrien weiterführen. Aber wir können für einen Moment die Wahrheit genießen. Und eine „offizielle CIA-Niederlage“.

Die syrische Armee schreitet siegreich voran.
Warum nur genießen? Warum nicht jubeln? Denn dieser Moment könnte der Wendepunkt in dem Jahrhunderte langen westlichen Ansturm gegen das moslemische Volk sein. Was viele den „Bogen des Widerstands“ (Shiiten und säkular) nennen, ist jetzt gefestigt worden, während die westliche imperiale Offensive gescheitert ist.

US-General Wesley Clark hat das Spiel vor Jahren aufgedeckt, als er die US-Absichten im Nahen Osten nach 9/11 aufdeckte: sieben Länder sollten invadiert werden (Irak, Libyen, Syrien, Libanon, Somalia, Sudan und Iran). Frankreichs Außenminister Roland Dumas deckte ebenfalls das Spiel auf, als er enthüllte, dass der britische Staat (eine definitive CIA-Agentur) sich auf einen Krieg gegen Syrien vorbereitet, zwei Jahre vor dem Beginn des syrischen Holocausts 2011. Und der investigative Journalist Seymour Hersh deckte auch das Spiel auf, als er 2007 im New Yorker den Artikel „Die Umleitung“ veröffentlichte. Darin enthüllte er, wie die USA sich wieder einmal mit den Saudi/Sunni Fundamentalisten in und um Syrien verbandelte.

Und als wenn all diese Enthüllungen noch nicht ausreichten – hat auch Wikileaks die Machenschaften der US-Botschaft in Damaskus im ersten Jahrzehnt dieses Jahrhunderts aufgedeckt. Destabilisierung war ihre Agenda. Die CIA „Diplomatie“ war die Regel. Kurz gesagt, so stand Syrien im Fadenkreuz des Imperiums. Und das ist in der Tat in den vergangenen etwa sechzig Jahren so gewesen. Pläne für ein Chaos in Syrien lagen auf dem imperialen Tisch seit den 50-er Jahren (Operation Straggle). Gibt es diesen Punkt nicht in den westlichen Köpfen?

All diese Verschwörungen platzten wie eine Atombombe über Syrien 2011. Doch der syrische Widerstand dagegen und der endliche Sieg erhält nicht die enorme Anerkennung und Respekt, die es verdient. Syrien erduldete einen Schlag für die Menschheit. Und es gewann einen Sieg für die Menschheit. Und die Menschheit – oder zumindest der westliche Teil davon – schaut einfach weg.

Donnerstag, 31. August 2017

STOPPT AURORA! STOPPT DIE NATO! (UPDATE)

Da haben die Schweden den Salat - sie boten der NATO den kleinen Finger (obwohl das weitaus mehr als nur der kleine Finger war) - und schon werden die Generäle der NATO frech und verlangen kategorisch, dass Schweden aufhört, das Verbot der Kernwaffen zu fordern. Ungeheuerlich. 

Einar Schlereth

31. August 2017


Vättern
Diese Parolen waren Thema der gestrigen Veranstaltung in dem neu eröffneten ETC-bokcafé * in Växjö. Veranstalter war der neu gegründete Verein KFA (Kampf für Frieden und Allianzfreiheit), der inzwischen in mehreren Städten aktiv geworden ist. Veranlassung war das Abkommen als Wirtsland für Militärübungen in Schweden, wozu es kaum Diskussionen und keine Befragung der Bevölkerung gegeben hat.

Mitbegründer der KFA Ulf Nilsson gab einen kurzen Abriss zur Geschichte der Allianzfreiheit in den über 200 Friedens-Jahren ihres Bestehens. Auch wenn sie nicht immer einwandfrei gehandhabt wurde, so hat sie doch dem schwedischen Volk überwiegend Vorteile gebracht: keine Leichen-Särge oder Verwundeten-Transporte, keine zerbombten Städte,Schlachtfelder und verödete Landschaften.

Und Olof Palme hat gesagt: „Was immer zwischen uns geschehen mag, wir werden niemals unsere Neutralität und Allianzfreiheit aufgeben.

Nun, das ist lange her. Seither haben die Regierungen der Sozialdemokraten Ingvar Carlsson, Göran Persson und Stefan Löfven sowie die Rechts-Regierungen von Carl Bildt und Fredrik Reinfeldt ihr Bestes getan, um klammheimlich einen Anschluss Schwedens an die US/NATO zu erreichen. 2003 versuchte Persson sogar, die Schweden in die Euro-Zone zu zerren, doch ein Referendum hat dieses  Vorhaben zum Scheitern gebracht. Aber nun hat Löfven mit seinen Kumpanen in der Wirtschaft und Armee einen Vertrag geschlossen, der ein Hohn ist auf die Allianzfreiheit und auf den Beschluss der UNO vom 7. Juli 2017, Atomwaffen zu verbieten, der von 122 Ländern unterschrieben wurde, auch  von Schweden, ganz abgesehen davon, dass sich diese beiden Verträge gegenseitig ausschließen.

Dazu muss man wissen, was das Wirtsabkommen beinhaltet: Es erlaubt der NATO Truppen, Waffen und auch Atomwaffen auf schwedischem Territorium zu stationieren und zwar zu jeder Zeit, ob nun Krieg oder Frieden herrscht. Schweden kann als Basis für Angriffe auf Drittländer benutzt werden, wird also zu einer weiteren US/NATO-Basis. Kein US/NATO Soldat kann für in Schweden verübte Verbrechen belangt werden (eine Klausel, die von den USA konstant in alle Verträge eingeschoben wird). Truppen und Luftwaffe der NATO können beliebig Übungen im ganzen Land abhalten. Das führt dazu, wie auf der Veranstaltung berichtet wurde, dass hoch oben im Norden des Landes Flüge Tag und Nacht durchgeführt werden und die Menschen sich nicht mehr frei in ihrem eigenen Lande bewegen können. Auch die indigenen Samen in ihren angestammten Wohnsitzen wurden natürlich nicht um ihre Zustimmung befragt. Besonders die Flüge der Luftwaffe sind für ihre Rentierherden und die Menschen der reinste Terror. Außerdem wird durch den Vertrag den Menschen nicht Schutz geboten sondern höchste Gefahr. Im Kriegsfall wird Schweden natürlich Kriegsziel.

Göteborg ist der größte Tiefseehafen an der Westküste Schwedens.
Im September sollen zwei gigantische Kriegsmanmöver stattfinden, einmal Northern Coasts in der Ostsee, eine unerhörte Provokation Russlands direkt vor seiner Haustür, und die Übung Aurora ** in Göteborg an der Westküste drei Wochen lang. Dagegen wird die KFA zusammen mit einer Reihe anderer Organisationen und Parteien in Göteborg am 16. September eine Demonstration abhalten. Diese beiden Manöver mit 20 000 Soldaten, Kampfflugzeugen und Kriegsschiffen sind die größten Übungen seit dem Kalten Krieg und werden Schweden die Wahnsinnssumme von weit über einer halben Milliarde Kronen kosten.

Zum Abschluss übersetze ich einen Auszug aus dem Artikel von Freund Ulf Nilsson aus der hervorragenden Broschüre der Organisation „Nein zur NATO! Stoppt AURORA!“ unter dem Titel „Rettet den Vättern!“

„Der Vättern ist der größte Süßwassersee des Landes [nach Wassermenge berechnet, nicht nach Fläche. Eine Art Miniatur-Baikalsee. D. Ü.], in vieler Hinsicht einzigartig und mit Trinkwasser für 300 000 Menschen und vielleicht für mehrere Millionen in der Zukunft! Die Gesundheit des Vättern ist also von Interesse nicht nur für die Anrainer rund um den See, sondern für alle in Schweden.

Schon früher wurde der Vättern als Übungsgebiet für sowohl Kriegsflugzeuge als auch Artillerie-Übungen benutzt. Diese Übungen schaden dem Wasser und der Umwelt in mehrfacher Hinsicht. Munitionsreste mit gefährlichen Stoffen bleiben im See und geben Blei, Kupfer und Plastik und sonstige Umweltgifte für Tiere und Umwelt ab. Außerdem zerstören sie die Laichplätze auf dem Grund. Große Mengen Flugzeug-Treibstoff werden aus niedriger Höhe über dem Wasser und Acker – Flächen verteilt.

Aber anstatt dies zu reduzieren, will jetzt die Luftwaffe die Zahl der Schüsse von 1000 pro Jahr auf 69 000 jährlich erhöhen! Noch schlimmer ist, dass diese Steigerung zum Teil darauf beruht, dass man den Vättern auch als Übungsgelände an die NATO-Länder verscherbeln will. 

Die Angelegenheit liegt jetzt der Regierung und der Umweltministerin Karolina Skog vor. Es gibt beunruhigende Anzeichen, dass die Umweltministerin die Umwelt und Gesundheit nicht an die erste Stelle setzt.

In einem Leserbrief in der SvD von 2. Juni verweisen 7 Leute der Umweltpartei aus Småland und Västergötland darauf, dass die Umweltministerin bereits beschlossen habe, die Provinzregierung zu zwingen, dass die Luftwaffe eine Verfünffachung ihrer Übungen erproben kann. Die Experten der Provinzregierung wollen stattdessen mit Hilfe der Naturschutzbehörde, dass die Luftwaffe nach alternativen Methoden und Plätzen sucht.“

Diese Politik der schwedischen Regierung und des Umweltministeriums ist umso befremdender, als  die Schweden bei jeder passenden und unpassenden Gelegenheit mit ihrer LIEBE zur NATUUUR schwadronieren. Aber wenn‘s um‘s Geld geht, ist es mit der Liebe ganz schnell vorbei.


Fußnoten:

* ETC ist der Name einer linksliberalen Zeitschrift, die 1978 von dem Schriftsteller Johan Ehrenberg gegründet wurde. Sie bringt Artikel und Reportagen zu Politik, Umwelt und Kunst in Regionalausgaben in verschiedenen Städten Schwedens heraus. Außerdem gibt es den ETC-Verlag und Shop. Das Buch-Café möchte ein Ort der Begegnung, des Dialogs und Aufklärung sein.

** Schon die Namensgebung ‚Aurora‘ ist ein Skandal. Aurora war das Kriegsschiff in Petersburg, das den Startschuss für die Große Russische Revolution abgab.

Dienstag, 29. August 2017

Neue Post aus Russland vom 28. August 2017

Stefan Lindgren

Aus dem Schwedischen: Einar Schlereth

29. August 2017


Die letzte Sowjetschuld bezahlt

Bei der Auflösung der Sowjetunion 1991 übernahm Russlan die ganze Last der Auslandsschulden der SU, die sie zum Zeitpunkt des Zusammenbruchs hatte. Die übrigen vierzehn Sowjetrepubliken, die alle selbständige Staaten wurden, mussten nichts von dieser Schuld bezahlen, die circa 70 Milliarden Dollar betrug, wovon 16 Milliarden eigentlich die Schulden der Ukraine waren. [Ist irgendein Imperium jemals so großzügig gewesen? Großbrittanien jedenfalls nicht und die USA erst recht nicht. D.Ü.]

Die russische Zentralbank hatte zu dem Zeitpunkt nur ein paar Milliarden Dollar an Reserven. Kürzlich bezahlte Russland die letzte Schuld, und zwar 152 Mill. Dollar an Bosnien. Danach besteht nur noch eine Schuld von 594 Mill. Dollar an Südkorea, ein Darlehen, das 1991 aufgenommen wurde, das 2025 zurückbezahlt werden muss.

Zur gleichen Zeit,als Russland die alten Sowjetschulden abbezahlte, sind die Valutareserven der Zentralbankauf 420 Mrd. Dollar gewachsen und die Staatsschuld beträgt weniger als 15 % des BNP,  die niedrigste aller G20 Staaten. Außerdem scheint es, als ob die meisten der Darlehen, die russische Unternehmen bei westlichen Banken aufgenomme haben, bis zum Ende des Jahres bezahlt werden, schreibt Alexander Mercouris.

Russiafeed.com 21/8

Der LNG-Eisbrecher Gigant 'Christophe de Margerie'


Rekordfahrt in der Nordostpassage

Das russische Tankfahrzeug Christophe de Margerie (nach dem ums Leben gekommenen Chef der französischen Total) hat seine erste Lieferung von flüssigem Naturgas (LNG)  über die nördliche Meeresroute von Norwegen nach Südkorea beendet. Die Fahrt längs Russlands Nordküste wurde in der Rekordzeit von 6 ½ Tagen beendet. Der Tanker hatte eine durchschnittliche Geschwindigkeit von 14 Knoten (circa 28 km/h), obwohl das Fahrzeug gezwungen war, durch eine 1.2 m dicke Eisschicht zu fahren, berichtet Portnews.ru.

Die gesamte Reise von Hammerfest in Norwegen bis Boryeong in Südkorea dauerte 22 Tage, was beinahe 30  % kürzer ist als der traditionelle südliche Weg durch den Suezkanal.
Die Christophe de Margerie ist das erste kombinierte LNG-Fahrzeug und Eisbrecher der Welt. Das einmalige Fahrzeug wurde für die staatliche Sovcomflot-Gruppe vom Unternehmen für LNG-Transporte gebaut im Jamal_Projekt der russischen Arktis. Dieser Tanker kann das ganze Jahr über eingesetzt werden.

rt.com 23/8