Dienstag, 23. September 2014

KLEINE BETRACHTUNG ZUM TAGE - ÜBER TROLLE UND ANDERE MERKWÜRDIGKEITEN


KLEINE BETRACHTUNG ZUM TAGE - ÜBER TROLLE UND ANDERE MERKWÜRDIGKEITEN

Einar Schlereth
23. September 2014

Habt ihr auch manchmal die Überlegung angestellt, wer diese komischen Typen sind, die allgemein als Trolle bezeichnet werden und wie sie aussehen? Durch Zufall stieß ich auf ein passendes Porträt:


Das könnte hinhauen oder? Verbissene Leute, grün vor Neid und hundertprozentig WI-FI 'verkabelt' im ganzen Haus mit modernster Technologie. Die aber trotz alledem nichts kapieren. Meiner Meinung nach brauchen die meisten nicht einmal bezahlt werden. Sie erfüllen ihre Aufgabe völlig kostenlos wie wir auch. Und sie erhalten gewiss auch viel Zuspruch und werden angefeuert, ihre wichtige Arbeit möglichst lange fortzusetzen.
Was kann man gegen sie tun? Ehrlich gesagt, ich weiß es nicht. Am besten wohl, sie nicht zu beachten. 

Montag, 22. September 2014

Jemen im Aufruhr und Saudis fürchten, von der ISIS in die Zange genommen zu werden


Gerade kommt die gute Nachricht, dass ein von der UNO vermitteltes Einverständnis erzielt worden ist, unter Einbeziehung aller Parteien, Houthis, Sunnis, Sezessionisten und Islamisten, nachdem die Houthis die Hauptstadt gestürmt hatten. Ein Waffenstand mit sofortiger Wirkung wurde ebenfalls geschlossen. Damit fällt hoffentlich auch die Mordkampagne des Nobelpreisträgers ins Wasser. 
Houthi-Rebellen
Nun zum Artikel: Einerseits sind die Leute vom 'Conflict Forum' (ehemalige Großkopfete in der US-Regierung)  wohl recht gut informiert, halten aber andererseits wichtige, jedoch unpassende Informationen zurück. Kein Wort über Obamas Drohnen-Privatkrieg gegen 'al Qaida' im Jemen, die auch von ihnen in Anführungsstriche gesetzt wird, aber im drauffolgenden Satz wird wieder getan, als gäbe es sie doch. Auch kein Hinweis darauf, dass auch der Interims-Präsident Hadi auf massiven Druck der USA sein Amt durch eine gefälschte Wahl gewann. Und überhaupt ist der ganze letzte Absatz völlig schwammig. Diese sogenannte 'al-Qaida' fällt plötzlich vom Himmel und wird in keiner Weise näher bestimmt. Jedenfalls hat es den Anschein, als ob sowohl die Saudis als auch die Amis an Einfluss verlieren.


Jemen im Aufruhr und Saudis fürchten, von der ISIS in die Zange genommen zu werden
Kommentator von Conflicts Forum Weekly
15. September 2014

Der Premierminster ist zurückgetreten; die Regierung ist entlassen worden; Sanas Straßen sind mit zehntausenden Houthi-Demonstranten und ihren Sunni-Alliierten gefüllt; die Straßen sind blockiert und der Interims-Präsident Abed Rabbo Hadi sieht entschieden angegriffen aus und seine Vorschläge, die Krise zu lösen und eine neue Regierung zu bilden, sind von den Demonstranten "als unzureichend" zurückgewiesen worden. Houthi-Sprecher sagten, dass der rituelle "Schrei" von den Dächern Sanas am Donnerstag abend, die "dritte Phase der Eskalation" einleiten würde und ihre komplette Ablehnung der Benzinpreiserhöhung (wie üblich Teil eines IWF-'Reform'-Programms) und der 'korrupten Regierung' bedeute.

Kurz, die Hadi-Stammes-Gruppierung der Houthi (genannt nach Hussein al-Houthi, der von der Regierung 2004 getötet wurde - zu Beginn des 6-jährigen Krieges gegen den Versuch von Präsident Saleh, die Bewegung zu zerschlagen) hat eine bemerkenswerte Wiedergeburt erlebt, ein Erneuerung, ausreichend für die Bewegung, die Herrschaft über Nordjemen errungen zu haben (die Gounvernate Sa'ada und Amran - und effektiv auch die Hauptstadt, obwohl sie nicht versuchten, Sana einzunehmen - bislang). Die Zaidi-Shiiten sind eine bedeutende Gemeinde in dem überwiegend sunnitischen Jemen (sie stellen 40 -45 % der Bevölkerung) und bilden eine solide Majorität im nördlichen Hochland, einschließlich der Sanaa-Region. Sie sind eine Schlüssel-Komponente der Proteste, die Präsident Saleh 2004 stürzten.

Trotz der Behauptungen, dass die Houthi eine Regierungs-Übernahme wünschen oder einen Militärcoup planen, ist die Bewegung sorgfältig darauf bedacht gewesen, ihre Forderungen nicht zu überziehen. Sie fordert nicht, die Regierung zu führen (sie will nicht einmal Ministerposten für sich). Sie fordert nur, dass die Erhöhung der Benzinpreise von 15 % zurückgenommen wird und die Preise auf den Stand von vor 2011 gebracht werden, und dass die Pläne der Regierung einer Föderation von sechs Regionen aufgegeben werden. Sie weisen auch die Initiative des Interims-Präsidenten Hadi zurück, eine Einheitsregierung zu bilden, in der er alle wichtigen 'strategischen' Kabinett-Minister ernennt, aber mit Vertretern der Sezessionisten im Süden und auch den Houthis. Für die meisten Demonstranten ist Hadis Initiative nur "mehr vom selben" und daher nicht akzeptabel. Die Zurückhaltung der Houthi hat die Basis der Proteste verbreitert, obwohl ein Stamm, der Hadi-loyal ist (die Harith) in den Straßen von Sana für den Präsidenten demonstrierte.

Die Houthis haben diese Position von 'Königsmachern' in Sana erreicht, nachdem sie Salehs Anstrengungen, das von den Houthi dominierte Sa'ada-Gouvernat zu 'wahabisieren' (indem sie die Zaidi-Imame rauswarfen und sie mit Wahhabi-orientierten Predigern ersetzten), und nachdem sie 2009 einen Angriff von Saudi-Grenztruppen zurückschlugen (Berichten zufolge den Saudis schwere Verluste zufügten), und nachdem sie die an der Moslem-Bruderschaft orientierte Islah-Partei besiegten, die jetzt von eingeweihten Kommentatoren als politisch gebrochen angesehen wird.

Die Houthis (oder Ansar Allah sind Teil der Shia-Zaidi) glauben, dass die Moslems nur von ihren Imamen regiert werden sollten, wie es seit mehr als 1000 Jahre der Fall war - eine Regel, die erst 1962 beendet wurde. Die ideologischen Differenzen zwischen Zaidis und der Sunni Shafi'i Majorität sind jedoch nicht groß. Beide Sekten lebten harmonisch zusammen und beteten in denselben Moscheen Jahrhunderte lang und viele Shafi'i Sunnis stehen auf Seiten der Houthi in ihrer Abneigung gegenüber den Moslembrüdern (Islah) und den Salafisten.

Die Saudis fürchten, dass die Houthis - indem sie effektiv die Übergangsregelungen beseitigten, die Jemen von der Gruppe der sechs Golfstaaten aufgezwungen worden waren , wodurch die Fortführung der alten Saleh-'Ordnung, aber unter einem neuen Interims-Präsidenten möglich wurde - die Instabilität verstärken, die Verpflichtung der Regierung, anti-Saudi-Elemente zu bekämpfen schwächen werden und den Da'ish erlauben werden, im Jemen Platz zu finden, wodurch diese die Saudis vom Irak auf der einen Seite und vom Jemen auf der anderen in die Zange nehmen könnten.

Hinter dieser Angst liegt noch ein Kummer der Saudis, dass die Houthi-Kampagne die sorgfältig eingeführten Saudi-Strukturen der Unterstützung (auch finanziell) in den vergangenen Jahren beseitigen. Und dass außerdem das Houthi-Durchsetzungsvermögen und anti-Regierungs-Gefühl wahrscheinlich die (Shi'i 'Severner') Ismailis (die in dem strategischen Grenzland sitzen, das früher zu Jemen gehörte, aber von den Saudis "genommen" wurde) aufhetzen könnten, diesen neuen Houthi-Aktivismus nachzuahmen.

Die Salafisierungs-Kampagne im Norden (von den Saudis unterstützt) ist von den Houthis bereits zunichte gemacht worden (obwohl es noch aktive andere pro-Saudi und pro-Katar Salafisten Bewegungen an anderen Orten gibt); Islah, die auch von gewissen Leuten in Saudiarabien und zum Leidwesen der Saudis auch von Katar finanziert wurde, ist jetzt sowohl gespalten (in pro-Saudi und pro-Katar-Elemente) und schwach. Die Sunni-Stämme, aus denen sich der sezessionistische Süden zusammensetzt, sind entschieden anti-saudisch und gegen die Regierung in Sana'a eingestellt (und stehen folglich den Houthis nahe) und sind - so wenig wie die Ismailis - nicht im Einflussbereich der Saudis.

Der Schlüssel ist folglich, wenn die Sana'a-Regierung unter die effektive Kontrolle der Houthi (Shi'i) fällt, was dann mit den Kräften passiert, die bislang als 'al Qaida'-Kräfte bezeichnet wurden und die eine erheblich Landmasse kontrollieren? Das ist der Kummer der Saudis. Sie haben Verbindung zur Jemen-al-Qaida, aber keineswegs die ganze (vielleicht weniger als die Hälfte). Wird Da'ish (ISIS) die Chance nutzen, einen Teil der sogenannten 'al Qaida' im Jemen, der vielleicht bereit wäre, den Kalifen in Mosul zu unterstützen, zu kooptieren? Damit würde die ISIS an einer schwachen Stelle des Königreichs sitzen. Die Zeit wird es weisen. Aber vielleicht wäre die beste Antwort der Da'ish für die Saudis (und ihre westlichen Alliierten), sich in die Forderungen der Houthis zu fügen, statt als radikale Militante portraitiert zu werden.


Quelle - källa - source

KOMMT'S ZUR NEUWAHL IN SCHOTTLAND?


Einar Schlereth
22. September 2014

Die Fälschungen beim Referendum in Schottland am 18. September waren offenbar so massiv, dass es zu riesigen  Demonstrationen und Protesten in Glasgow und andren Städten Schottlands kam mit Zusammenstößen zwischen den JA und NEIN Demonstranten. Es wurde inzwischen auch eine Petition aufgelegt, die bereits von mehr als 70 000 Menschen unterschrieben wurde. Die Geschichte ist also noch nicht gegessen.  Hier habt ihr einen Screenshot, wenn ihr  'rigged Scottish referendum' googelt:

Dies ist nur ein Ausschnitt von der ersten Seite. Auf Google Plus habe ich einen BBC Report mit einem kleinen Video gelegt, das eine Karte über die neuen gewaltigen Öl- Funde vor der SCHOTTISCHEN KÜSTE zeigt. Das würde der Multi-Milliardärs-Queen ja  in der Seele weh tun, wenn sie die verlieren würde.

Sonntag, 21. September 2014

Kolonisierung durch Bankrott: Das Spiel mit hohem Einsatz für Argentinien


Argentinien ist durch all die kriegerischen Auseinandersetzungen ganz aus unserem Blickwinkel geraten. Ich lege endlich diesen vorzüglichen Artikel von Ellen Brown auf, die erläutert, worum es eigentlich geht. Argentinien hat im übrigen in der UNO am 4. September einen Antrag eingebracht, der von 130 Ländern der Welt unterstützt wird, der neue Regeln für diese Fonds fordert, damit die Länder vor ihnen geschützt werden.


Ellen Brown 26. August 2014
Argentinien spielt mit harten Bandagen gegen die Geierfonds, die versucht haben, es in einen unfreiwilligen Bankrott zu treiben.

Diese Geierfonds verlangen, dass Argentinien 600% Dividende auf Aktien zahlt, die für Pfennige gekauft wurden, wodurch sie eine Schlichtung aus dem Jahre  2005 zunichtemachen, bei der 92 % der Kreditgeber zustimmten, 70 % Nachlass zu akzeptieren. Ein US-Gericht hat die Geierfonds unterstützt; aber in der vergangenen Woche hat Argentinien das Urteil umgangen und hat die Treuhand von der Bank of New York der eigenen Zentralbank übertragen. Dieser Schachzug, wenn er vom argentinischen Kongress gebilligt wird (ist inzwischen gebilligt worden - siehe obigen Link), wird es dem Land erlauben, weiterhin seine Zahlungen entsprechend der Übereinkunft von 2005 zu machen, wodurch es die Zahlungseinstellung für die Mehrheit seiner Aktien vermeidet.

Argentinien ist bereits von den internationalen Kapital-Märkten ausgeschlossen, so dass es nicht viel zu verlieren hat, wenn es das US-Gerichtssystem hintertreibt. Ähnliche Schritte  von Ecuador und Island haben diese Länder in bessere Verfassung gebracht als Griechenland, das sich auf die Agenda der internationalen Finanziers eingelassen hat.

Präsidentin Cristina Fernandez
Der Vorteil für Argentinien wurde am 19. August von der Präsidenten Fernandez in einer landesweit ausgestrahlten Rede erklärt. Laut Bloomberg bemühte sie sich, die Tränen zurückzuhalten. Sie sagte:
"Wenn es um die Souveränität unseres Landes geht und die Überzeugung, dass wie nicht länger erpresst und erneut mit Schulden beladen werden, werden wir endlich wieder Argentinier sein ... Hätte ich unterschrieben, hätten wir wunderbare Überschriften in den Zeitungen erhalten, aber wir wären weiterhin im Teufelskreis der Schulden geblieben, in dem wir so lange steckten."

ALBION PERFIDA - massive Wahlfälschung in Schottland (update)


Hier habt ihr ein kurzes Video von der BBC über die neuen Ölfunde vor Schottlands Küste. Das macht den Wahlbetrug des Empires sehr einleuchtend, nicht wahr?
Einar Schlereth
21. September 204

Na so was, die vornehme Queen war sich nicht zu schade, wie ein ganz ordinärer Rosstäuscher die schottischen Wahlen zu fälschen und ihre "lieben Untertanen" zu betrügen. Der Edelstein Schottland durfte wirklich nicht aus ihrer Krone fallen. Das lügnerische, betrügerische Albion ist noch lange nicht tot und begraben.
Schaut euch diese Videos an. 



Man glaubt es nicht - da legt diese Tante ganze Packen mit JA-Stimmen völlig ungeniert ständig rüber auf die NEIN-Haufen. Die Engländer - die Erfinder des 'fairplay' nicht wahr? - die großmäulig immer die anderen des Betrugs zeihen.

Samstag, 20. September 2014

KURZNACHRICHT: Russland lehnt die Bitte Novorossijas, der Russischen Föderation beizutreten, ab


Einar Schlereth
20. September 2014


Gerade erhalte ich über Countercurrents.org diese Nachricht, von der ich heute nirgends den Hauch einer Andeutung gelesen habe. Es ist wohl so, wie Eric Zuesse schreibt, dass "diese wichtige Erklärung von dem Rebellenführer Andrei Purgin am Mittwoch, dem 17. September mitten in einer AP-Nachricht begraben war, die sich mit "Opfern in der Ostukraine" beschäftigte."

Der Führer der ukrainischen Separatisten sagte, dass die Bemühungen, Russlands Präsident Putin dazu zu bringen, ihr Territorium als Teil Russlands zu akzeptieren, von Putin entschieden abgelehnt wurde. Die Antwort Purgins war: "Dann bauen wir unseren eigenen Staat."

Flüchtlinge auf dem Weg nach Russland
 Russland hat fast eine Million Flüchtlinge aus dem Donbass aufgenommen, hat bereits zweimal große Lieferungen an humanitärer Hilfe nach Donetsk und Lugansk gebracht und wohl auch die eine oder andere informelle Hilfe geleistet, aber will sich nicht mit einem Teil ukrainischen Staatsgebietes belasten.
Für mich stellt sich die Frage, wo kommt diese Figur eines "Führers der Separatisten" namens Andrei Purgin her? Ich habe den Artikel heute auf Vineyardsaker über die Kabalen undinneren Kämpfe in Novorossija aufmerksam gelesen, aber dieser Name fiel nicht. Es stand im Gegenteil dort zu lesen, dass es immer noch nicht weder eine eindeutige politische noch militärische Führung gäbe.

Russland Report über Sanktionen und Indiens Perspektive


Sharons Beobachtungen decken sich mit meinen, was die Renovierung alter Gebäude und die schicken Neubauten angeht, die eleganten neuen Metrostationen und den Stolz der Menschen. Die Ungläubigen brauchten nur ein paar Städte zu googeln, egal ob Petersburg, Moskau oder Krasnoyarsk. Und was die Wirkung der Sanktionen angeht, stimmen die im indischen Artikel genannten Auffassungen mit denen überein, die auf diesem Blog auch von vielen anderen russischen, europäischen und sonstigen Beobachtern dargelegt wurden. Sehr interessant ist Sharons Vergleich in der Haltung gegenüber dem Krieg in Amerika und Russland.


Flughafen Sheremetyveo in Moskau
Russland Report über Sanktionen und Indiens Perspektive
Sharon Tennison
19. September 2014


Freunde!
Während wir Amerikaner nur eine Art von Berichterstattung in Bezug auf die Sanktionen gegen Russland erhalten, sehen andere Länder die Situation in anderem Licht. Unten liegt ein Beispiel aus Indien, aber zuvor will ich ein wenig über russische Unternehmer (unsere Schüler) und andere junge russische Männer und Frauen sprechen und was sie mir in den vergangenen zwei Wochen über ihr Land und die Sanktionen erzählt haben.

Die Dänen-Krieger bleiben in Afghanistan unter deutschem Kommando


Nyhetsbrev
18. September 2014

Aus dem Dänischen: Einar Schlereth

Dänische Wikinger 'helfen' Afghanen

Obwohl die Afghanen zum Jahreswechsel die volle Verantwortung für ihre eigene Sicherheit übernehmen, plant Dänemark, in Afghanistan im kommenden Jahr 160 Soldaten zu stationieren.

Gleichzeitig ist im Parlament eine Mehrheit dafür, die dänische Helikoptermission im nördlichen Afghanistan zu verlängern, schreibt die 'Berlingske' Zeitung. Dies geht aus dem abschließenden Entwurf für Dänemarks neue Afghanistan-Strategie für die Jahr 2015-17 hervor, in dessen Besitz die 'Berlingske' gekommen ist. Mit der neuen Strategie konkretisiert die Regierung, wie Dänemark beinahe ausschließlich bei der Ausbildung, Beratung und Unterstützung der afghanischen Streitkräfte in "den kritischen Jahren von 2015-2017" beitragen will ... Nach dem 13-jährigen Krieg der Alliierten in Afghanistan und dem 8-jährigen dänischen Einsatz in der südlichen Helmand-Provinz verließen die dänischen Soldaten das Camp Viking im Juli 2014. Laut der neuen Afghanistan-Strategie sollen die dänischen Soldaten im kommenden Jahr unter der NATO-geführten 'Resolute Support-mission' arbeiten und primär im Umkreis der Hauptstadt Kabul operieren.

Die Regierung und die Forligspartierne (Parteienverbund) sind dafür, die dänische Helikoptermission zu verlängern. Bis 2016 sollen drei dänische Transporthelikopter und ca. 80 Leute unter dem deutschem Regional-Kommando im nördlichen Afghanistan operieren. Darüberhinaus werden 50 dänische Soldaten in der afghanischen Offiziersakademie in Kabul, das NATOs Unterstützungskommando, als Instrukteure für die afghanische Luftwaffe und als Ratgeber für die afghanischen Spezialeinheiten arbeiten. (Jydske Vestkusten vom 13. September 2014)

Freitag, 19. September 2014

POTPOURRI - Roosevelt, andere Gangster, Ukraine bis Ebola

Einar Schlereth
19. September 2014

George Washington-Ikon - ein Sklavenhalter

1. Margaret Kimberley präsentiert hier einige Fakten über berühmte und hochverehrte Persönlichkeiten der amerikanischen Geschichte, einschließlich der 'Blaublütigen'. Washington, Jefferson, Madison - alles Sklavenhalter - bis Roosevelt, der aus einer Sklavenhalter-Familie stammte und ein waschechter Rassist war. Kein Wunder, dass sie alle Massenmörder waren.

2. Die Russen haben endlich einen umfassenden 18-Seiten-Report über den Abschuss von MH-17 veröffentlicht (das Dokument kann hier als PdF runtergeladen werden), an der die Russische Vereinigung der Ingenieure, die Akademie für Geopolitische Probleme und das Oberkommando der Armee mitgearbeitet haben. Für uns nichts Neues, da die bisher hier veröffentlichten Analysen bestätigt wurden: die Verbrecher sitzen in Kiew und die Drahtzieher in Washington, weshalb auch von deren Seite keinerlei Beweise für das Gegenteil vorgelegt wurden. Der Grund: sie haben keine.


3. NATO begann am 15. September 2014 mit Militär-Manövern in der Westukraine. Kiew verkündete gleichzeitig stolz, dass mehrere Westländer Waffen liefern wollten, die dazu bestimmt seien, "Putin zu stoppen". Offiziell hält die Waffenruhe an, obwohl sie Berichten aus Donetzk und anderen Orten zufolge schon Stunden nach Beginn von den Ukies gebrochen wurde. Inzwischen ist es zu schweren Kämpfen an allen Fronten gekommen, bei denen die Ukies abermals Verluste hinnehmenn mussten. Am Samstag zuvor war ein zweiter Hilfskonvoy aus Russland in Lugansk eingetroffen. - "ohne Erlaubnis der Kiewer Behörden".

Donnerstag, 18. September 2014

ZENSUR WAR GESTERN

Ermächtigungsgesetze? Moment bitte, hatten wir das nicht schon mal? Ja richtig, lange  her. Gut 80 Jahre, als da so ein Anstreicher aus Österreich das Deutsche Reich braun gemalt hat. Und jetzt schon wieder? Jetzt nicht in Berlin sondern Brüssel. Und das bedeutet wohl, dass die nicht gewählten, traumhaft hoch dotierten Schläfer-Faschos alle in Brüssel in der Warteschleife sitzen und bis zum Einsatz ihre Kulis in geheimen Kommissionen der Parlamente die Vorarbeit machen lassen oder wie darf man das verstehen?

 
Grandville 'Auferstehung der Zensur' (1832)


Zensur war gestern

Dagmar Henn

18. September 2014

Mitte der 70er erschien in München eine der ersten „alternativen Stadtzeitungen“, und jeden Donnerstag lief ich auf dem Heimweg von der Schule zum Kiosk, um mir die neueste Nummer zu holen. Die Eile war nötig; am Nachmittag war das „Blatt“ oft bereits beschlagnahmt.

Der Grund dafür waren meist die Zeichnungen des Karrikaturisten Seyfried, der die Seiten mit kleinen bärtigen Anarchisten mit Bömbchen oder Zeichnungen eines Polizeichors beim Absingen von „lalü lala“ garnierte. Weil Bayern immer etwas weniger von Freiheit hielt als der Rest der Republik, fühlte sich dann entweder die Polizei beleidigt oder die Zeichungen wurden als „Verherrlichung von Gewalt“ verboten. Wenn man das „Blatt“ lesen wollte, musste man also schneller sein als die Staatsmacht.

Kanadischer Diplomat sagt seine Meinung: NATO STECKT HINTER DEM KALTEN KRIEG

James Bissett

16. September 2014


Die Nordatlantikpakt-Organisation (NATO) war als eine rein defensive Verteidigungsorganisation gedacht. Als der Brüsselvertrag von 1948 die Europäische Verteidigungs-Allianz von fünf europäischen Ländern schuf, war es Kanadas Verteidigungsminister Louis St. Laurent, der vorschlug, dass die Allianz erweitert und auch die USA und Kanada umfassen sollte.

Ein Jahr danach, im April 1949, wurde die Nordatlantikpakt-Organisation (NATO) geboren. Der wichtigste Zweck  der neuen Organisation war es, die Mitgliedstaaten vor einem Angriff der Sowjeunion zu schützen und in Übereinstimmung mit der UN-Charta zu handeln.

NATO heute
NATO vor 1989
Die NATO wurde in der Zeit nach dem 2. Weltkrieg geboren Ihre Gründer waren sich schmerzlich bewusst, dass es nach Erreichung der Mitte des 20. Jahrhunderts bereits zwei Weltkriege und den Abwurf von Atombomben auf zivile Städte gegeben hatte. Sie waren entschlosen, dass Krieg und Gewalt nicht die Norm bei der Lösung von Streitigkeiten werden sollte und es war dieser Geist, in dem Artikel I des Paktes entworfen wurde.

Mittwoch, 17. September 2014

Ostukraine: Die nicht endende Krise (update)

Liebe Freunde, ich hatte die Gelegenheit, am Präsidiumstisch der Moskauer Konferenz mit Nocolai Petro zu sitzen, der den folgenden Artikel geschrieben hat. Er hat im vergangenen Jahr mit einem Fulbright Stipendium in der Ukraine gelebt. Er hat ein tiefes Verständninis für die Probleme der Ukraine und ist verlässlich in seinen exakten Informationen und Einsichten in die stattfindenden Ereignisse.
Sharon
Hinweis: Als Ergänzung dazu hat Sharon heute diesen Link geschickt: "US/NATO and RUSSIA/CHINA on a direct collision course" by Michael Payne.

Ostukraine: Die nicht endende Krise

Nicolai Petro

3. September 2014


Muttersprache Ukrainisch


"Russland hat auf die Wünsche des Volkes in der Ostukraine ganz anders geantwortet als in der Krim."

Laut Präsident Putin sind Russlands Ziele in der Ukraine von Anfang an dieselben, seit Beginn der Bürger-Unruhen: Man wünscht eine stabile nationale Regierung, die alle ihre Völker repräsentiert und respektiert. Warum also hat es so wenig Bereitschaft gegeben, mit Russland zusammenzuarbeiten, um diese Krise zu beenden?

Dienstag, 16. September 2014

Faschistischer Hindu-Staatschef setzt halbe Million Dollar Kopfgeld auf Maoisten-Chef Ganpathi aus

Unsere Demokratien wollen nun die Republiken Lugansk und Donetsk zu "Terroristenorganisationen" erklären, womit gleichzeitig alle, die sich mit der frei gewählten Regierung in den Republiken solidarisch erklären und sie unterstützen auch kriminalisiert werden sollen. In der "größten Demokratie" der Welt, in Indien, ist man schon längst so weit. Dort wird das befreite Gebiet von der Größe Frankreichs mit eigener Verwaltung und Verteidigungskräften von Polizei und der staatlichen Armee in einer Operation, die "Green Hunt"  heißt, auf brutale Weise terrorisiert. Die Naxaliten, die sich zum großen Teil aus Dalits (Unberührbaren) und indigenen Völkern (insgesamt 70 Millionen Menschen in Indien) zusammensetzen, kämpfen seit Indiens Unabhängigkeit für die Anerkennung ihrer Menschenrechte und des Seltbestimmungsrechts. Jahrzehnte lang versuchten sie es gewaltfrei, was mit unglaublicher Brutalität regelmäßig niedergeschlagen wurde. Als diese armen Menschen dann zu den Waffen griffen, ging unisono ein gewaltiges Geschrei los: Die sind gewalttätig! Hilfe!
Der eigentliche Grund ist jedoch, dass man sie aus ihren angestammten Gebieten vertreiben will, weil dort ungeheure Bodenschätze an allen möglichen Erzen gefunden wurden, hinter denen sämtliche Multis der Welt her sind. Und da haben diese Menschen doch tatsächlich die Frechheit, nicht einfach zu verschwinden. Millionen sind schon gekillt oder verjagt worden - in die Slums der Großstädte. Versprechungen der Regierung von Kompensation wurden nie eingehalten oder sie wurden mit Pfennigen abgespeist. Wer mehr über dieses Drama wissen möchte, kauft sich am besten die Bücher von Jan Myrdal und Arundhati Roy, beide im Zambon Verlag FFM erschienen und von mir übersetzt resp. herausgegeben.

Faschistischer Hindu-Staatschef setzt Kopfgeld von fast einer halben Million Dollar auf Maoisten-Chef Ganpathi aus

Deeptiman Tiwary
16. September 2014
Die indische Armee: Auf auf zur "Grünen Jagd"


Der Preis von 2.67 Crore [1 crore = 10 Millionen Rupien] auf den Kopf von Maoisten-Chef der CPI (Maoisten) Ganpathi ist durch einen Zuschuss des US-Außenministeriums so angestiegen. Er soll angeblich im Abujhmaad Dschungel operieren in der Bastar-Region von Chhattisgarh.
Auf alle Mitglieder des Zentralkomitees der CPI (Maoisten) sind insgesamt 21 crore ausgesetzt, was in etwa 10 Mill. Dollar entspricht. Um Informationen anzureizen, will die Regierung auch die Nationale Untersuchungsbehörde (NIA) auffordern, die Belohnung noch weiter zu erhöhen.

MOSKAU VERSTEHT ALLES

Blogger russischer crimsonalter

15. September 2014

Aus dem Französischen: Einar Schlereth


Selten, sehr selten, kann man sozusagen "den direkten Text" hören, wenn die ganz hohe Politik sagt, was sie denkt, und nicht das, was die Regeln der Diplomatie erfordern oder die politische Gelegenheit. Ich habe den Verdacht, dass die kürzlichen Erklärungen von Lawrow direkt an jene gerichtet sind, die sich die verdammte russische Frage stellen "Versteht der Kreml das, was passiert?"

Im Interview mit der Agentur TASS (à propos, ich gratuliere den Kollegen zur Rückkehr zum historischen Namen!!), hat Lawrow das Tüpfelchen aufs -i- gesetzt auf die Frage, wie der Kreml die Situation an der Westfront sieht: der Konflikt der Vereinigten Staaten mit uns hat einen grundlegenden, wichtigen und wohl vorherbedachten Charakter. Ich zitiere:

Montag, 15. September 2014

Realitäts Check aus Russland

Sharon Tennison hat mir diesen Bericht über die Wirklichkeit in Russland zugeschickt, der die Mischpoke in unseren Mainstreammedien mal wieder Lügen straft. Sie ist eine Person, die zuhören kann, was die Menschen zu sagen haben. Und da Sharon auch eine kluge Frau ist, kann sie nicht anders, als den vernünftigen Vorschlägen Putins zur Lösung der Krise in der Ukraine beizupflichten. Das jedoch kann Obama einfach deswegen nicht, weil er sich zum Bullenbeißer der Wallstreet gemacht hat, die ihre Agenda auf Biegen und Brechen durchsetzen will. Da wird es gefährlich, wenn eine Macht glaubt, auf Diplomatie verzichten zu können und sich völlig unflexibel verhält. In den USA gibt es weder auf der politischen Ebene noch in der Armee Kräfte, die den Finanzmafiosi die Zähne zeigen können, weshalb eigentlich nur das Volk übrigbliebe. Aber das ist in den Tiefschlaf gesunken und das schon seit langem.

Realitäts Check aus Russland

Sharon Tennison
14. September  2014

Ich bin seit zwei Wochen in St. Petersburg und Moskau gewesen.
Was die Tragödie, die in der Ukraine aufgeführt wird, angeht, ist es überraschend, eine totale Übereinstimmung der Meinung bei russischen Bürgern zu finden, einschließlich der Gruppen unserer CCI-Schüler. Dies ist nicht den "kontrollierten Medien" geschuldet, da alle, mit denen ich gesprochen habe, täglich eine Vielzahl von Medien-Quellen im Internet einschließlich der CNN checken. Ihr Alter reicht von 25 - 55 Jahre, die im allgemeinen der russischen Mittelklasse angehören. Es ist nicht eine seit langem bestehende Unterstützung für Putin, weil mindestens die Hälfte von ihnen zuvor keine Putin-Anhänger waren. Aber heute hat sich die Situation geändert.

Die Krim. Sie bleiben eisern dabei, dass die Krim immer russisch gewesen ist; dass Russland Schlachten geschlagen hat, um in früheren Jahrhunderten die Krim zu behalten, und dass außer einem kleinen Prozentsatz Tartaren die Krimbewohner ethnische Russen sind - und dass Chruschtchows Übergabe der Krim an die Ukraine nur ein Einfall auf dem Papier war eines diskreditierten Sowjetführers, der seinen Geburtsort mit seiner Macht beeindrucken wollte. Viele unserer Schüler  machen Ferien auf der Krim (sie hat beneidenswert warmes Klima) und sie sagen entschieden, dass sie nie eine andere Sprache als russisch auf den Straßen der Krim gehört haben, dass außerdem die Krimbewohner russisch-orthodox sind und sich selbst als Russen fühlen.

Mir wurde gesagt, dass 1991, als Jelzin, als er allen Gebieten außerhalb Russlands ihre Freiheit gab, die Krimbewohner sich selbst für unabhängig erklärten. Vier Monate später waren die Bürokraten in Kiew dagegen und ungkücklicherweise blieb die Krim seither an die Ukraine politisch gebunden. Unsere Freunde erinnerten mich daran, dass sie als Kinder in Sommer-Jugendlager auf die Krim fuhren und als Erwachsene regelmäßig ihre Ferien dort verbrachten. Sie haben die Krim als Teil Russlands angesehen, genau wie die Einheimischen.

Als dann offenbar wurde, dass Kiew die russische Sprache  nicht mehr als offizielle Sprache erlauben würde und schnell damit anfing, die westliche ukrainische Kultur zu institutionalisieren, sagten die Einwohner Stop. Unsere Schüler fügen hinzu, dass die Krimbewohner dankbar und glücklich waren, offiziell wieder zu Russland zu gehören.

Hat Russland die Absicht, frühere Sowjet-Territorien sich einzuverleiben? Die Russen waren schockiert, entgeistert, dass ich überhaupt fragen konnte, ob die russische Führung versuchen würde, in die baltischen Länder, Polen oder irgendeine der ehemaligen Sowjet-Republiken einzumarschieren. Ich stellte meine Frage neu ... "Was würdet ihr tun, wenn ihr im Fernsehen sähet, dass Russland beabsichtigt Truppen in eine dieser ehemaligen Republiken zu schicken?" Sie erregten sich, dass ich das nur als Möglichkeit erwäge. Sie sagten ganz entschieden, dass Russland unter keinen Umständen NIEMALS interessiert sein würde, wieder die Kontrolle über eins dieser Länder auszuüben. Es war für sie absolut undenkbar.

Will Russland mehr der südöstlichen Ukraine unter seine Kontrolle bringen? Absolut nicht, war die blitzschnelle Antwort im großen Saal. Sie meinten, dass Russland vielleicht beim Wiederaufbau helfen würde, wenn der Krieg zu einem Ende käme. Aber Russland wird NIE irgendeinen Teil der Südostukraine annektieren. Sie sagen, dass jede gegenteilige Information reine Propaganda wäre.

Russisch-ukrainische Geschichte: Die Russen haben sich immer tief den Ukrainern verbunden gefühlt - tatsächlich war Kiew das eigentlich Zentrum von Rus - Russlands Geschichte und Kultur. Jeder, mit dem ich sprach, hat enge Verwandtschaft in der Ukraine. Die beiden Länder haben sich selbst als derselben Familie zugehörig gefühlt (außer der Westukraine). Die Ukraine und Russland erinnern an siamesische Zwillinge - mit denselben Adern, Knochenstrukturen und Organen. Wenn man sie trennt, zerstört man wichtige Ströme der Produktion, des Handels, kritischer Infrastruktur - und außerdem die Herzen und Seelen der Leute, die seit über drei Jahrhunderten miteinander verbunden sind. Es ist kein Wunder, dass viele ukrainische Truppen desertiert sind und nicht aufeinander schießen können, als sie in die Schlacht geschickt wurden.

Die Ukraine ist nie ein unabhängiges Land mit Menschen gewesen, die durch eigene ethnische Bindungen zusammengeschweißt waren. Die westliche Ukraine, der europäische Teil, der zur UdSSR nach dem 2.Weltkrieg kam (vormalige Polen, Österreicher, Ungarn und Deutsche) versucht jetzt, den Rest der Ukraine mit Hilfe der USA, sich von Russland zu trennen und Europa beizutreten.

Die Ukrainer im Südosten, überwiegend ethnische Russen, weigern sich, ihre Sprache und Kultur aufzugeben und von den Westukrainern regiert zu werden. Das ist die Quintessenz.

Die Westukrainer kämpften mit den Nazis gegen die Sowjetunion im 2. Weltkrieg und haben seither Russland verachtet. Sie wollen natürlich mit Europa verbunden sein. Ich habe die ganze Zeit über empfohlen, die Ukraine in zwei kooperiende Staaten aufzuspalten. Jene, die Europa beitreten wollen, sollten die Erlaubnis erhalten, aber sie sollten nicht die russischen Teile der Ukraine von ihren engen Handels- und kulturellen Bindungen mit Russland wegreißen.

Die Ukraine hat anders als Russland schreckliche, korrupte Führer seit der Implosion des Kommunismus 1991 gehabt. Oligarchen (und politische Führer, die ukrainische Oligarchen verhätschelten) haben seither das Land zugrundegerichtet. Daher sind die gewöhnlichen Ukrainer zutiefst enttäuscht und wütend, dass sie keine Ordnung, Stabilität oder eine anständige ökonomische Entwicklung wie in Russland, Polen, Ungarn und dem Baltikum erfahren haben. Die Ukraine ist ein gescheiterter Staat - der Krieg zwischen dem westlichen und östlichen Sektor hat zusätzlich die geringen Hoffnungen zerstört, die es noch vor dem Konflikt gab.

DIE GROßE MACHT TRITT AUF DEN PLAN

So weit ich sagen kann, beschloss eine kleine, aber mächtige Minorität in Washington vor Jahren, dass die Ukraine der wichtigste Punkt wäre, ein künftiges "come back" Russlands zu einer der führenden Mächte der Welt zu verhindern. Archiv-Material zeigt, dass die Neokonservativen 1992 einen Plan entwickelten, dass sich Amerika darauf vorbereiten müsse, militärisch jedes Land zu zerschlagen, das eine Konkurrenz für seine Weltvorherrschaft wäre. Russland wurde erwähnt, von dem man glaubte, es würde die Union der früheren Republiken der UdSSR wieder herstellen. Diese Minorität gewann über Republikaner und Demokraten sowohl im Kongress als auch dem Weißen Haus die Oberhand.

Wie in den anderen Ländern (Irak, Iran, Libyen, Ägypten, Syrien, Mittel- und Südamerika) besteht die erste Aufgabe darin, die Führer der Länder zu dämonisieren und die Länder zu destabilisieren mit dem Ziel eines Regimewechsels. Es wäre zu rechtfertigen, wenn sich die Situationen in bessere Lebensbedingungen und Chancen für die Menschen in jenen Ländern herausstellen würden. Aber unglücklicherweise ist es in keinem der Länder der Fall gewesen.

Victoria Nuland, Chef-Diplomatin des US-Außenministeriums für die Zukunft der Ukraine, gab zu, dass unsere US-Steuerzahler etwa 5 Mrd. US-$ in die Vorbereitung der Ukraine gesteckt haben, sich an die USA und Europa anzuschließen - nicht an Russland. Das Ergebnis ist der KKrieg, der jetzt die Ukraine auseinanderreißt.

Die Russen wiederholen unaufhörlich, dass ihre Armee nur defensive Absichten hat, dass sie nie einen Krieg beginnen werden, um ein anderes Land zu übernehmen, aber dass sie ihre Grenzen verteidigen werden. Bei der tragischen Geschichte Russlands, von den Mongolen, Napoleon, Hitler und anderen invadiert worden zu sein, sind die Russen verständlicherweise paranoid.

RUSSLAND WIRD DIE NATO NICHT AN SEINEN GRENZEN DULDEN

Das ist nur recht und billig. Können wir uns vorstellen, was unsere US-Armee tut, dass die Russen Militärbasen überall in Kanada aufstellen, im Sekunden-Angriffs-Abstand von Washington - oder auch entlang der mexikanischen Grenze zu Amerika? Oder wie würde sich Frankreich fuhlen, wenn Deutschland sich entschlösse, Massenvernichtungs-Waffen an seinen Grenzen aufzustellen? Keine regionale, geschweige denn eine Weltmacht, würde das akzeptieren, ohne zurückzuschlagen. Das tat Putin, und Washington handelt, als ob das unvernünftig und undenkbar wäre.

Meine Meinung ist, dass Russland bemerkenswerte Zurückhaltung und kühlen Verstand bewahrt hat, und ständig mit verblüffend eleganten Lösungen aufwartete, um die dramatische Situation im Süden seiner Grenzen zu entschärfen.

Lasst uns hoffen und beten, dass in Washington Weisheit einkehre - dass die Spannungen zwischen Ukrainern vermindert werden, das Schießen aufhört und eine Koalition von Ländern anfangen kann, den Ukrainern zu helfen, den Winter zu überstehen.

Das Russel-Tribunal: Poroschenko und Obama sind Kriegsverbrecher!


 
14. September 2014

 
Tribunal

Das Russel-Tribunal:
Poroschenko und Obama sind der Kriegsverbrechen schuldig

Rom, den 13. Sept. 2014 – „RIA Nowosti“, Natalia Schmakowa. Die Präsidenten der Ukraine, Pjotr Poroschenko, und der USA, Barak Obama, sowie der Vorsitzende der Eurokommission José Manuel Barroso und der NATO-Generalsekretär, Anders Fog Rasmussen, wurden auf dem am Sonnabend in Venedig stattfindenden informellen „Russel-Tribunal“ [1] für schuldig befunden, im Donbass Kriegsverbrechen begangen zu haben.

Zuvor wurde mitgeteilt, daß bei diesem informellen Gericht unter den Beschuldigten auch der Name des Chefs des Europäischen Rates, Herman Van Rompuy, war, der im Urteil jedoch nicht genannt wurde.

Sonntag, 14. September 2014

Die US-gestützten Rebellen und der Islamische Staat unterzeichnen Waffenstillstand und "Nicht-Angriffspakt"

Einar Schlereth

14. September 2014

Dieser Titel von Rebecca Shabad  ist ja leicht irreführend. Naja, sie stützt sich ja auch auf die Angaben der Würstchenbude in London oder wo die nun steht, was im übrigen auch die "renommierte" Agence France Press (AFP) tut. Und im Artikel selbst wird es noch bunter. Da wird von der FSA, der sogenannten Freien Syrischen Armee, den "moderaten Islamisten", der al-Nusrah Front und der ISIS gesprochen. Die moderaten Islamisten hat bisher niemand gefunden, auch wenn er mit der Lupe suchte. Diese FSA war von Anfang an mit mindestens 95 % Hardlinern durchsetzt. Die al-Nusrah Front, die doch von den USA auf die Liste der Terroristen gesetzt wurde, taucht hier als moderat auf, die mit der ISIS ein Waffenstillstands-Abkommen und einen "Nicht-Angriffspakt" geschlossen hat, die doch aber auch von den USA nicht nur unterstützt, sondern sogar gegründet wurde. Sie sind zur Auffassung gelangt, dass ihr gemeinsamer großer Feind Bashar al-Assad, der syrische Präsident ist.

Also ist für die ISIS nicht mehr die USA der größte Feind. Na, dann ist ja alles in Butter. Dann brauchen die USA sich  nicht länger den Kopf zerbrechen, ob sie die ISIS in Syrien bombardieren können (natürlich auch völkerrechtswidrig).  Die al-Nusrah-Front hat am Donnerstag moderaterweise sogar 42 Angehörige der Friedenstruppen freigelassen, die sie auf den Golanhöhen vor einiger Zeit gefangen nahmen. Aber Israel zeigt sich besorgt, dass die jetzt an ihrer Grenze stehen. Hat es vergessen, dass es sie selbst mit ausgebildet hat?  Ist alles nicht so einfach in diesem Schlamassel.

Samstag, 13. September 2014

Strelkow: Vom Schwimmen mit Piranhas zum Schwimmen mit Großen Weißen Haien

Wenn ihr wirklich ein tieferes Verständnis für die ganze Ukraine-Novorossija-Donbass Geschichte und weit darüber hinaus gewinnen wollt, dann empfehle ich euch, diese lange Analyse von The Saker  aufmerksam zu lesen (die gleichzeitig die Person Strelkow ins Licht rückt, von der wie sicherlich in Zukunft noch mehr hören werden). Ich habe fast den ganzen Tag daran gesessen, diesen 14-Seiten-Text zu übersetzen, damit er so schnell wie möglich unter die Leute kommt (nebenbei bemerkt, werden alle meine Texte simultan auf Google Plus, auf Net News Express, auf Net News Global und auf die deutsche Seite von Vineyardthesaker und zuweilen auch auf NeoPress gelegt). Ich kann euch auch versichern, dass ich bisher nirgends so gründliche Analysen wie die von Saker gelesen habe. Möglich gemacht natürlich durch seine Vita und die damit verbundenen Kenntnisse des Russischen und seine offenbar intimen Beziehungen zu den verschiedensten Quellen und Netzwerken in Russland. Auch alle Linken können von ihm lernen, aber auch von Putin, wie man eine Front aufbaut z. B., von der die Kommunisten immer gerne reden, aber nur selten eine zustandebringen.

the Saker

12. September 2014

EINLEITUNG:

Die gestrige Pressekonferenz von Strelkow halte ich für einen historischen Moment, weil er den Schritt Strelkows vom Kampf in Novorossija in einen viel größeren, viel gefährlicheren Kampf macht, den Kampf um die politische Zukunft Russlands.

Dies ist an sich nicht unbedingt unerwartet, aber die Art, wie er es tat, war eine Überraschung, zumindest für mich.

Aber bevor ich mich dem großen Bild zuwende, denke ich, dass es hilfreich wäre, eine Zusammenfassung einiger der Schlüsselpunkte seiner Darstellung zu geben (Dank Marina könnt ihr die volle englische Transkription herunterladen, indem ihr hier klickt und für die Fragen & Antworten hier.).

Freitag, 12. September 2014

Westantarktis überschreitet den Kipppunkt

Mit Dank an Fefe, Scilogs.de, Stefan Rahmstorf und alle anderen Warner übernehme ich diesen umwerfenden Artikel und freue mich schon auf die Kommentare von all den Waldheinis, die mich wieder als Idioten und Panikmacher beschimpfen werden. Die werden, wenn sie schon bis zum Hals im Wasser stehen, noch schreien, dass sie Recht hatten und alles unsere Schuld ist. Ich sage allerdings nicht, dass es viel nutzen wird, dies zu lesen und das Video anzuschauen. Denn wie es aussieht, sind unsere Globalisten, Imperialisten, Kriegstreiber eifrig dabei, noch mehr Kriege (die größten Umweltverschmutzer -  nebenbei bemerkt - zusammen mit ihren gigantischen, nicht zu bremsenden Kriegsmaschinerien und Industrien) in Gang zu setzen und sogar das Risiko von einem Weltkrieg einzugehen. Und dann wird die Friedhofsruhe alle unsere Probleme  gelöst haben.

Westantarktis überschreitet den Kipppunkt

Stefan Rahmstorf 

in Klimadaten, Mechanismen

10. September 2014

Klimaforscher haben seit den 1970ern davor gewarnt: Jetzt ist der Westantarktische Eisschild instabil geworden und hat seinen unaufhaltsamen Zerfall begonnen. Das wird den Meeresspiegel deutlich steigen lassen. Eine Zäsur der Menschheitsgeschichte.

Ein US-Fachjournalist nannte es einen “holy shit moment for global warming” – aber das ist untertrieben. Es ist ein historischer Wendepunkt – nicht nur für die Klimaforschung, sondern für die Menschheit. Seit dem Frühjahr 2014 wissen wir: der Westantarktische Eisschild ist höchstwahrscheinlich instabil geworden und damit gewissermaßen im freien Fall. „Der Planet ist in eine neue Ära eingetreten“, schrieb der Antarktisexperte Anders Levermann kürzlich dazu. Damit sind mehrere Meter Meeresspiegelanstieg und der Untergang von Küstenstädten und ganzen Inselstaaten vorprogrammiert und praktisch unausweichlich geworden.


NASA-Video zum unaufhaltsamen Zerfall des Westantarktischen Eisschilds mit tollen Animationen von Satellitendaten. Ihr könnt auch auf YouTube rechts unten klicken, um auf die Seite mit weiteren Dokumentarfilmen zum Thema zu kommen.

Drei riesige Kontinentaleisschilde gibt es derzeit auf der Erde:

den Grönländischen, den Westantarktischen und den Ostantarktischen Eisschild. Es handelt sich um mehrere tausend Meter dicke Landeismassen, die die Schneefälle von hunderttausenden Jahren enthalten und zusammen genug Wasser binden, um damit den Meeresspiegel weltweit um 65 Meter zu erhöhen.

Donnerstag, 11. September 2014

US-Einmischung in Ukraine verdüstert Friedensaussichten

Mike Whitney
11. September 2014


"Es ist Onkel Sam, der uns in diese Schlächterei treibt. Und lasst uns offen sein, viele Politiker in der Ukraine befolgen nur seine Befehle."
Weißrusslands Präsident Alexander Lukaschenko

Von den Faschisten befreite Gebiete sind rot umrandet.
Das Minsker Waffenstillstands-Protokoll hat wenig Chancen auf Erfolg. Tatsächlich war das Treffen zwischen den kämpfenden Parteien nicht vorgesehen, die Gewalt zu stoppen, sondern um Zeit für die Armee der Ukraine (AFU) zu kaufen, um sich zurückzuziehen und neu zu gruppieren. In den vergangenen zwei Wochen hat die Armee der Junta "katastrophale" Verluste erlitten, was Präsident Petro Poroschenko keine andere Wahl ließ, als einen Waffenstillstand zu fordern, statt der unangenehmen Aussicht einer vollständigen Auslöschung entgegenzugehen. Poroschenko hat es klugerweise vorgezogen, sich unter dem Schutz des Waffenstillstandes zurückzuziehen. Aber geben wir uns keinen Illusionen hin - Poroschenko hat die Erniedrigung nur akzeptiert, weil er keine andere Wahl hatte. Hat er erst einmal Kräfte gesammelt und neu bewaffnet, wird er rachedürstig zurückkommen.