Sonntag, 2. August 2015

Die Sklaven der Meere


Hier kommt ein wahrer Krimi mit Videos und Live-Interviews und schriftlich festgehaltenen Interviews sowie großartigen, ergreifenden Fotos. Ich habe schon mehrmals über diesen Skandal geschrieben, was aber regelmäßig auf geringes Interesse stieß. Vielen Menschen ist es wohl schnurzegal, ob ihr Essen durch Kinderarbeit erzeugt wird, die leckeren Meeresfische, Makrelen, Langusten, Hummer etc. durch Sklavenarbeit begleitet von Morden oder wichtige Metalle für unsere PC's und Handies in lebensgefährlichen Stollen von Frauen und Kindern gewonnen werden, die obendrein am Hungertuch nagen. Diese vier Teile der Reportage sind ein ganzes Buch, das ich natürlich nicht übersetzen kann, zumal nicht jetzt in der Erntezeit. Aber die Story ist so anrührend, dass sicher manch eine(r) sich die Mühe macht, mit Googles Hilfe die Texte in Angriff zu nehmen.


DIE SKLAVEN DER MEERE
Ian Urbina
27. Juli 2015


Selbst 15-jährige Kinder werden in die Sklaverei gezwungen - hier auf einem thailändischen Fischerboot.
Von Somalia und rund um den Globus bis Senegal, von der Antarktik bis zur Arktik und überall auf den sieben Meeren sind heute die häßlichen Gesichter der Räuber der Ozeane und die Tränen ihrer menschlichen Sklaven zu finden. Internationale Verträge und Konventionen, die UNO und die verschiedenen Spitzen -“Gewerkschaften“ sowie die nationalen Regierungen haben nicht nur erbärmlich versagt, diesen Horror und diese Plünderei zu beenden – nein, sie arbeiten sogar mit ihnen zusammen und töten sogar – mit Hilfe modernster Schiffe – jene, die es wagen, Widerstand zu leisten, als „Piraten“, während sie systematisch die Küstengemeinden in die Armut treiben, deren Überleben von einem intakten Ökosystem der Meere abhängt.

Aber ebenso wie zu Lande wird die Revolution auf den Meeren gegen die kriminellen Oberherren nicht aufhören, da dieses menschliche Leiden und die Plünderung der Meereswelt unerträglich ist und enden muss.

Dies ist der dritte Teil einer vierteiligen Serie „Der gesetzlose Ozean - Schwache Regeln, wenig Kontrolle und Gewalt auf hoher See“ der New York Times.


Die vier Teile lauten:


I. A Ship’s Trail of Crime (Eines Schiffes Verbrechens-Spur)
II. „Killing with impunity“ (Straflos töten)
III. „Enslaved on a Fishing Boat“ (Versklavt auf einem Fischerboot)
IV. „The Longest Chase“ (Die längste Jagd)


Zusätzliche Informationen:


* Ending the Abuse of Laws, Workers and the Environment at Sea - JULY 27, 2015
<http://www.nytimes.com/2015/07/27/world/outlaw-ocean-proposed-solutions-to-stop-abuse.html>
* Rats, Waves, Forced Labor: A Reporter’s Life on the Lawless Ocean - JULY 27, 2015
<http://www.nytimes.com/times-insider/2015/07/27/rats-waves-forced-labor-a-reporters-life-on-the-lawless-ocean/>
* Lens Blog: Life Among the Sea Slaves - JULY 27, 2015
<http://lens.blogs.nytimes.com/2015/07/27/life-among-the-sea-slaves/>

Quelle - källa - source

TTIP - Eine Wahnsinnstat

Es geschehen noch Zeichen und Wunder - DIE ZEIT bringt einen großen Artikel zur TTIP-Story. Aber typisch, wie die eingeleitet wird: "Selten hat sich die Öffentlichkeit so erfolgreich irreführen lassan ..." Na, und wer hat denn zu dieser "Irreführung" so kräftig beigetragen? Die nie etwas von den riesigen Demos weltweit gehört haben? Das waren alle Medien der Republik, inklusive Die Zeit. Nun versucht man, sich wieder einmal aus der Verantwortung zu stehlen. Aber wir sind ja dankbar, wenn sich überhaupt etwas bewegt, weswegen ich auch auf gern diesen Artikel präsentiere, damit vielleicht auch die letzten Hornochsen, die uns immer nur beschimpft haben, ihre grauen Zellen in Bewegung setzen.


München: anti-TTIP Demonstration


Der Skandal verbirgt sich in einem unhandlichen Kürzel: Mit TTIP, dem geplanten Transatlantischen Handelsabkommen zwischen der EU und den USA, werden Demokratie und Rechtsstaat ausgehebelt. Man sollte es verhindern! VON 


Selten hat sich eine Öffentlichkeit so erfolgreich irreführen lassen wie im Fall destransatlantischen Freihandelsabkommens, das derzeit zwischen der Europäischen Union und den USA verhandelt wird. Medien, Stammtische, Parlamente sprechen nur über Chlorhühnchen, gentechnisch veränderten Mais und andere Laxheiten des amerikanischen Verbraucherrechtes, die mit Unterzeichnung des Vertrages auf den europäischen Markt kommen könnten. Bestenfalls wird wie in Frankreich oder Deutschland über die ruinösen Folgen geredet, die das Abkommen für die nationalen Kulturlandschaften haben könnte – für den Film, den Buchmarkt, die staatlichen Bühnen. Aber die eigentliche Pointe der Transatlantic Trade and Investment Partnership (TTIP), die auf eine fast diktatorische Beschränkung demokratischer Selbstbestimmung hinausläuft, bleibt weitgehend undiskutiert.

Freitag, 31. Juli 2015

Griechenland und die Europäische Union: Zuerst als Tragödie, dann als Farce und zuletzt als Vasallenstaat


Ich stimme in großen Teilen des aufschlussreichen Artikels von James Petras mit ihm überein, nur das 'imperiale' Deutschland kann ich ihm nicht abnehmen. Dem widerspricht die große Linie der Berliner Politik im Hauptwiderspruch der Welt von heute - der zwischen Russland/China und dem rabiaten US-Imperium, das im Begriff steht, Europa mitsamt Deutschland in einen Krieg gegen Russland zu hetzen, der nur den Untergang ganz Europa zur Folge haben kann.


Prof. James Petras
28. Juli 2015


Aus dem Englischen: Einar Schlereth




Die Anstrengungen des griechischen Volkes, die Ökonomie-Depression zu beenden, wieder seine Souveränität zu erhalten und die regressive sozio-ökonomische Politik umzukehren, die den Lebensstandard drastisch senkte, sind dreimal gescheitert.

Das erste Scheitern war eine Tragödie. Als die griechische Mehrheit die Syriza in die Regierung wählte und ihre Schulden vermehrte, sank die Ökonomie weiter in die Depression, und Arbeitslosigkeit sowie Armut stiegen enorm. Das griechische Volk stimmte für Syriza und glaubte an das Versprechen von „einem neuen Kurs“. Unmittelbar nach ihrem Wahlsieg gab sie ihr Versprechen, die Souveränität wiederherzustellen und die Unterwerfung des griechischen Volkes unter die ökonomischen Diktate ausländischer Banker, Bürokraten und politischer Oligarchen zu beenden. Stattdessen hielt die Syriza Griechenland im imperialistischen Oligarchen-Block und stellte die EU als eine Vereinigung unabhängiger souveräner Staaten dar. Was als großer Sieg des griechischen Volkes begann, verwandelte sich in einen tragischen strategischen Rückzug. Von ihrem ersten Tag im Amt führte die Syriza das griechische Volk in eine Sackgasse totaler Unterwerfung unter das deutsche Imperium. Dann verwandelte sich die Tragödie in eine Farce, als das griechische Volk sich weigerte, den bevorstehenden Betrug seiner gewählten Führer anzuerkennen. Es war verblüfft, aber stumm, als Syriza den griechischen Staatsschatz auslieferte und außerden noch größere Konzessionen billigte wie die Anerkennung der illegalen und verhassten Schulden, die von Privatbanken, Spekulanten und politischen Kleptokraten den vorhergehenden Regimen aufgezwungen worden waren.

Donnerstag, 30. Juli 2015

Auf Afrika-Tour fuhr der Schwulengeist in Obama


Finian Cunningham
28. Juli 2015


Aus dem Englischen: Einar Schlereth
Moralisierender Obama
Die ständigen US-Moralpredigten über Menschenrechte haben in der multipolaren Welt, wo die US-Macht der Schatten ihres früheren Selbst ist, ihren Sinn verloren. Die monströse Heuchelei der USA machte sie zur Witzfigur, wenn ihre Verbrechen gegen die Menschheit nicht so bösartig wären.

Will Obama Optimismus zeigen, wenn er afrikanische Führer am Ende seiner 5-tägigen Reise durch Kenya und Äthiopien auffordert, die Schwulenrechte und gleichgeschlechtliche Heirat zu respektieren?

Vor seiner Reise drängten westliche Gruppen ihn, in dieser Frage streng zu sein. Aber derartige westliche Sorgen sind nicht nur fehl am Platz, sondern erscheinen als neokoloniale Arroganz, die Amok läuft. Ironischerweise auch noch von einem afro- amerikanischen Präsidenten präsentiert.

Kenya und Äthiopien sind angeblich die am schnellsten wachsenden Ökonomien von den 54 Staaten in Afrika. Doch nichtsdestoweniger gehören sie zu den ärmsten Ländern der Welt.

Mittwoch, 29. Juli 2015

Fünf Mythen über ökonomisches Wachstum


Brian Czech
25. Juli 2015


Aus dem Englischen: Einar Schlereth

Mythos Nr. 1: Es ist ökonomisch
Um ökonomisch zu sein, muss etwas mehr wert sein, als es kostet. Ökonomische Aktivität per se ist eher günstig als schädlich. Technisch ausgedrückt: „marginelle Nützlichkeit ist besser als marginelle nicht-Nützlichkeit“.

Wenn man einen Teppich mag, aber die Enkelkinder mehr mag, wäre es nicht schön, ihnen den Teppich unter den Füßen wegzuziehen. Das ist elementare Mikroökonomie. Doch wenn wir uns umschauen und ein bisschen nachdenken, sieht es dann nicht so aus, dass all die ökonomische Aktivität den Großen Teppich allen unseren Enkeln unter den Füßen wegzieht? Wasserknappheit, Umweltverschmutzung, Klimawechsel, Lärm, Staus, gefährdete Spezies … für die Nachwelt wird es kein Ritt auf dem Fliegenden Teppich werden.

Wachstum ist wahrscheinlich größtenteils in der amerikanischen Geschichte ökonomisch gewesen. Aber wir müssen erkennen, wenn sich die Zeiten ändern und frühere ökonomische Ziele überholt sind. Im 21. Jahrhundert, als wir das fracking von Teersand überall betrieben und tonnenweise Rohöl in die schönsten Fischereigründe kippten beim Versuch, die Ökonomie noch mehr wachsen zu lassen, sah das mehr nach vergeblicher Mühe aus. Das ist elementare Makroökonomie.

Sagt NEIN, ächtet Aggressionen, bannt die Weltkriegsgefahr!

Im Zusammenhang mit diesem Aufruf bekam ich vom Freidenkerverband noch folgende einleitende Worte mitgeschickt:

Mit dem Neustart der Anti-NATO-Allianz soll nicht noch ein „Dach“ über bereits bestehenden Strukturen der Friedensbewegung errichtet werden.

Organisatorisches Band zwischen den beteiligten Formationen und Personen soll der verbindlich bekundete Wille sein, im Rahmen der jeweils eigenen Mittel und Möglichkeiten im Sinne der Erklärung für gemeinsame Ziele zu wirken. Die DFV-Arbeitsgruppe „Frieden“ sieht ihre Aufgabe darin, Organisationen und Gruppen für eine Beteiligung an der Anti-NATO-Aktion zu gewinnen und weitere Anregungen und Impulse zu geben, auch für konkrete und von den jeweils sich beteiligenden Formationen kollektiv zu beschließende Aktionen. Sie möchte die weitere Entwicklung beratend und moderierend begleiten und ist für weitere Mitmachende offen.

   „DEUTSCHLAND RAUS AUS DER NATO -– NATO RAUS AUS DEUTSCHLAND“

Die Website <http://www.neinzurnato.de/> „Deutschlands NATO-Mitgliedschaft
beenden!“ , die 2009 im Zuge der Proteste gegen den NATO-„Gipfel“ entstand,
wurde zu diesem Zweck erweitert und aktualisiert. Hier können sich auch
Organisationen und Gruppen per E-Mail melden <mailto:redaktion@aikor.de> ,
die sich an der Anti-NATO-Allianz unter der Losung beteiligen wollen:
„     DEUTSCHLAND RAUS AUS DER NATO -– NATO RAUS AUS DEUTSCHLAND“


Aufruf

Der nachstehende Aufruf zu Fragen von Krieg und Frieden wurde im Juli 2015 vom Deutschen Freidenker-Verband und vom Bundesverband Arbeiterfotografie initiiert und gemeinsam mit anderen Aktiven aus der Friedensbewegung formuliert.

Sagt NEIN, ächtet Aggressionen, bannt die Weltkriegsgefahr!

Die kriegsbedrohliche Situation eskaliert. Nach Angriffskriegen gegen Jugoslawien, Afghanistan, Irak, Libyen und Syrien wird Krieg gegen Russland vorbereitet. Die Umzingelung Russlands mit Militärbasen, das Vordringen der NATO nach Osten, der Aufbau eines US-Raketenabwehrschildes und „westliche“ Operationen in der Ukraine sind Teil dieser Konfrontation. „Wir sind im Krieg, und dieser Krieg kann total werden“, erklärte der französische Staatspräsident Hollande im Februar 2015. Es besteht die Gefahr eines weiteren Weltkriegs. Wenn sich ein angegriffenes atomares Russland zur Wehr setzt, gilt, was Ex-Staatssekretär Willy Wimmer im November 2014 sagte: dass „von uns nichts mehr übrig bliebe“. Deshalb gibt es für alle Kräfte des Friedens nur eins: sagt NEIN! Deutschland muss aussteigen aus den imperialen Strukturen des Krieges. Ausstieg aus der NATO ist die zentrale Devise. Deshalb fordern wir von Bundestag und Bundesregierung:
NATO-Vertrag kündigen!
Das kann der Bundestag beschließen, denn „jede Partei [kann] aus dem Vertrag ausscheiden, und zwar ein Jahr, nachdem sie der Regierung der Vereinigten Staaten von Amerika die Kündigung mitgeteilt hat“. So heißt es im Nordatlantikvertrag in Artikel 13. Deutschland darf nicht länger Mitglied in einer Organisation bleiben, die von der Politik des US-Imperialismus, der Hauptgefahr für den Weltfrieden, dominiert wird. Deutschland muss neutral werden.

Dienstag, 28. Juli 2015

Ein paar Lesevorschläge

Ein paar Lesevorschläge von unserem Freund Christian, der pausenlos auf der Jagd nach interessanten Artikeln ist.
 
Als ERSTES ein Artikel von RussiaToday/Deutsch, die ich fast nicht auflegen will, weil ich denke, dass ihr inzwischen alle diese wichtige Nachrichtenquelle auf eurem Rechner habt. Aber sicher ist sicher:

NATO-Manöver Rapid Trident 2015 in der Ukraine: Bundeswehr trainiert mit ukrainischen Neo-Nazi-Bataillonen 

Ist das nicht wunderbar? Da trainieren also die deutschen Faschisten-Freunde in trautem Verein mit den ukrainischen Faschisten, wie man am besten Zivilisten killt, worin die Ukrainer ja unterdess reichlich Erfahrung gemacht haben. Und das Schönste ist, dass ich gestern dafür 1275 € löhnen musste. Denn die Bundesregierung hat auf ihrer ständigen Jagd nach Geld (bei den Kleinen, nicht den Großen) auf eine erprobte Hitler-Methode zurückgegriffen: Gesetze machen, die retroaktive Gültigkeit bekommen. Das Gesetz gegen Doppelbesteuerung wurde ersatzlos gestrichen. Aber der Knüller ist, dass man 10 Jahre rückwirkend Steuern (die man zuvor rechtens nicht zahlen musste) bezahlen muss. (Nebenbei bemerkt: ich erhalte von Deutschland, wo ich 40 Jahre lang arbeitete, satte 140 €.) Für den Fall, dass ich der Aufforderung nicht nachkommen sollte, schickten sie eine lange Liste mit, was alles passieren würde: Auto beschlagnahme, resp. Stillegung, Konten -Beschlagnahme, strafrechtliche Maßnahmen etc. Nur mit 'ner Drohne haben sie nicht gedroht.


ZWEITENS: Hier kommt eine Ergänzung zu meinem Artikel von vorgestern zum türkischen Bruch des seit 2013 gültigen Waffenstillstandes mit der PKK und der Eröffnung eines regelrechten und umfassenden Krieges. Gleichzeitig zündelt Erdogan im Kaukasus, wo er mit Georgien und Aserbaidschan große Militär-Manöver abhält, die eindeutig gegen den russischen Verbündeten Armenien zielen. Hier ist eine Karte, auf der zu sehen ist, wie das kleine Armenien von allen Seiten in die Zange genommen wird.

MH17: ARD und ZDF verschweigen russische Pressekonferenz in Malaysia

Nur kurz will ich auf diesen vorzüglichen Artikel auf Hinter der Fichte verweisen und da besonders auf die russische Pressekonferenz in Malaysia, die an mir vorbei gegangen ist. Ich war von Anfang an auch der Meinung, dass es sich ganz klar um eine Provokation gegen Russland handelte und dass Russlands Haltung eindeutig klar und prinzipienfest gewesen ist.

Samstag, 25. Juli 2015

MH17: ARD und ZDF verschweigen russische Pressekonferenz in Malaysia

ARD manipuliert, promotet die Tatverdächtigen und mauert – Russland informiert. Die Fakten. 

Die Verlogenheit der deutschen Massenmedien stinkt zum Himmel überm Donbass. Die ARD der Manipulation, des Verschweigens und des Lügens zu bezichtigen, hieße Euros nach Athen tragen. (Und von dort zurück in die Taschen der europäischen Banken, ich weiß.)
Manipulatives Stückwerk statt Hintergründe
ARD’s gefährlicher Schwachsinn 
Man sehe sich nur das Gefasel um den ersten Jahrestag des MH17-Unglückes an; beispielsweise den nur noch "hirnrissig" zu nennenden ARD-Kommentar von Hermann Krause vom WDR. Der ist an - in jedem Satz - an dilettantischer Verlogenheit und Manipulation nicht zu überbieten.
 
Russische Pressekonferenz in Malaysia - abwesend sind die deutschen Medien!
 

Hier weiterlesen

Montag, 27. Juli 2015

Varoufakis macht gemeinsame Sache mit dem Verräter Tsipras (update)


Ein kurzes update: Die sogenannte linke Partei Syriza hat im Augenblick nichts anderes zu tun, als ein "Truppenstatut" mit Israel zu unterzeichnen, das "Rechtshilfe bei Übungen im jeweils anderen Land" regelt. Ein solches Abkommen hat Israel nur noch mit einem Land - mit den USA. Das sagt alles. So einen Haufen von Kretins wie die Syriza muss man lange suchen.

Einar Schlereth
27- Juli 2015
Eine Mischpoke!
Auf GlobalResearch hat Ernst Wolff einen Artikel veröffentlicht zum Thema „Varoufakis und Tsipras billigen Hausräumungen und Leerung von Konten“. Ich habe keine Lust, den zu übersetzen. Mich widern beide allzu sehr an.

Varoufakis ist ja rasch vom Posten des Finanzministers zurückgetreten (worden?), um nicht die Kapitulation vor der EU unterschreiben zu müssen. Danach hat er großmäulig verschiedene Interviews gegeben, in denen er den Kollegen Tsipras heftig kritisierte. Noch am 3. Wochenende des Monats gab er in einem Interview mit der spanischen El Mundo vollmundig zum Besten, dass „die Gläubiger Griechenlands Terroristen“ seien.
Vier Tage vergingen und er drückte gemeinsam mit Tsipras ein „Reformpaket“ der EU im Parlament durch, das Zwangsvollstreckungen und Hausräumungen möglich macht. Aber das reichte nicht. Außerdem gaben sie der EU das Recht der teilweisen Enteignung von Sparern, Depotinhabern und Aktienbesitzern. Obwohl laut Gesetz Einlagen unter 100 000 Euros geschützt sind, sollte niemand darauf einen Eid schwören.

Denn, wie Ernst Wolff schreibt, basierte das Abkommen zwischen Troika und der Regierung von Zypern 2013  auch auf keinem bestehenden Gesetz, sondern lediglich auf dem schnell gebastelten „Einverständnis“ zwischen Nikosia und der EU. Diese beiden „Helden“, Tsipras und Varoufakis,  Beschützer des Volkes, Kämpfer für die Souveränität des Landes und die Rechte der Griechen, haben jedes einzelne Wort, das sie vor den Wahlen und dem Referendum von sich gaben, gebrochen. Dieses Verhalten ist so schändlich, dass einem die Worte fehlen.

Ich habe die Freundschaft mit Leuten aufgesagt, wo es um vergleichsweise viel geringfügigere Wortbrüche ging. Denn ich gehe von der Erfahrung aus, dass einer, der einen kleinen Wortbruch begeht, auch einen größeren begehen wird. Genau wie beim Lügen. Da meine ich natürlich Menschen, die einem nahe stehen, ob Männer oder Frauen.


HAITI WURDE, WAS DIE USA NICHT FERTIGBRACHTE


1915 – 2015 – Hundert Jahre US-Besatzung sind genug

Ézili Dantó
27. Juli 2015


Aus dem Englischen: Einar Schlereth

Haiti, Mutter der Freiheit, ist das, was die USA sein wollte, die aber nicht den Mut hatte, mit der Sklaverei zu brechen. Haiti ist das Land der Freien und Tapferen, das als erstes die Sklaverei, den Kolonialismus, die erzwungene Assimilation, die weiße Vorherrschaft und den Imperialismus abschaffte. Die USA können das nicht sagen, aber Haiti kann: die Haitianer halfen den Vereinigten Staaten, sich bei Savannah von England zu befreien, halfen Südamerika sich zu befreien, schickten Waffen und Männer, um für die griechische Unabhängigkeit zu kämpfen. Die Haitianer ließen ihr Blut für deren Unabhängigkeit, ohne etwas dafür zu erbitten, keinen Imperialismus.

Haiti war das erste Land, dass den griechischen Freiheitskampf für die Unabhängigkeit vom Ottomanischen Imperium anerkannte. Am 15. Januar 1822 schickte der Präsident von Haiti, Jean-Pierre Boyer einen Brief an das griechische Komitee in Paris, in dem er seine Dankbarkeit für die griechische Interims-Verwaltung erklärte und ihnen den Sieg in ihrer Revolution wünschte. Es war die erste formelle Anerkennung des griechischen Staates.

Ézili auf der Konferenz mit der Organisation Haitianischer Jugend in Atlanta a 25. Juli 2015

Keine EU-VISA für Ukrainer nach Staatsstreich im Februar 2014


Das könnte ein Treppenwitz sein. Ist es jedoch nicht. Aber der von Zuesse beschriebene Grund ist nicht besonders stichhaltig. Es wäre allerdings interessant zu wissen, nach welchen Kriterien Ukrainer reingelassen werden: nur waschechte Faschisten; nur Leute mit dickem Geldsack; nur weibliche Personen (für Bordelle oder die Nobility, die nie einen Putzlappen in die Hand nimmt); nur gay-Ehepaare oder geeignete Leute, die man zu Terroristen ausbilden kann?


Keine EU-VISA für Ukrainer nach Staatsstreich im Februar 2014
Eric Zuesse
24. Juli 2015
Aus dem Englischen: Einar Schlereth


Obwohl der Coup im Februar 2014 angeblich stattfand, um die Ukraine in die Europäische Union zu bekommen, weil der gestürzte Präsident Viktor Janukowitsch zuvor das Angebot der EU für die Aufnahme der Ukraine abgelehnt hatte), verweigern die europäischen Länder jetzt den Ukrainern viel mehr, als sie es vor dem Coup und dem nachfolgenden Beitritts-Abkommen mit der EU taten.

Ukraines unabhängige Europäische Integrations-Webseite schrieb am 21. Juli unter der Überschrift „Der Prozentsatz von Verweigerungen nahm zu: „Von den 22 Ländern im Schengen-Bereich [Länder, in denen Visen nicht erforderlich sind] haben 16 den Prozentsatz von Verweigerungen für die Einreise von Ukrainern im Vergleich zu 2013 erhöht“. Und weiter: „Die Schweiz und Finnland verweigerten Visen für Ukrainer 3 mal so oft als 2013; Spanien, Portugal, Griechenland und Schweden beinahe zweimal so oft.“

Sonntag, 26. Juli 2015

Die Bedeutung des Atomabkommens mit dem Iran: Geopolitische Auswirkungen (update)


Freund Klaus hat praktisch den ganzen Tag an diesem wichtigen Artikel gearbeitet, den ich mit vielem Dank übernehme. Vielen von euch wird er nicht so viel Neues sagen, weil ich ähnliche Gedanken hier schon geäußert habe. Aber er ist auf jeden Fall detaillierter und fasst dieses niederträchtige Abkommen zusammen. Ich lege hier noch einen Link hinzu mit dem Titel "Non-Proliferation Dynamic: American 'Soft Containment' of Iran and India" by K. M Seethi, der die gegen Iran eingeschlagene Politik 'Sanfte Eindämmung' nennt und auch Indien als Beispiel anführt. Das passt zu meiner Vermutung, dass Iran und Indien als 'trojanische Pferde' etwa in der Shanghai Cooperation Organization eingesetzt werden.

Ismael Hossein-Zadeh
24. Juli 20015

Aus dem Englischen: Klaus Madersbacher

Anlässlich eines Treffens mit Regierungsvertretern am 18. Juli, vier Tage nach Abschluss des Atomabkommens, lobte der Präsident des Iran Rouhani die Arbeit seines Verhandlungsteams und bezeichnete das Abkommen als einen Triumph. Hat der Präsident Recht? Bedeutet das Abkommen wirklich einen Sieg für den Iran, wie er behauptet, oder eine schwer fassbare Kapitulation, worauf eine Reihe von Kritikern hingewiesen haben? Um diese Fragen zu beantworten, ist eine kurze Übersicht über die Inhalte des Abkommens angebracht.

Das Atomabkommen in Kürze

Eine eingehende Lektüre der Inhalte des Abkommens lässt erkennen, dass das Abkommen strenge Beschränkungen und umfangreiche Kontrollen der iranischen Atomtechnologie im Gegenzug zu einem Versprechen des schrittweisen Abbaus von Sanktionen platziert. Es etabliert effektiv die Kontrolle der Vereinigten Staaten von Amerika (durch die IAEA) über die gesamte Produktionskette der nuklearen und zugehörigen Industrien des Iran – vom Uranbergbau zur Herstellung von Zentrifugen bis zum Anreicherungsprozess. Präsident Obama sagte (am Tag des Abschlusses des Abkommens): „Inspektoren werden Zutritt haben zur gesamten nuklearen Versorgungskette des Iran – zu seinen Uranminen und Anlagen der Erzverarbeitung, seiner Aufbereitungsproduktion, seiner Zentrifugenherstellung und Lageranlagen ... einige dieser Transparenzmaßnahmen werden 25 Jahre lang gelten. Aufgrund dieses Abkommens werden die Inspektoren auch Zugang zu allen verdächtigen Orten haben.“

Türkei beginnt erneut Krieg gegen die größten Feinde der IS – die Kurden


Moon of Alabama
25. Juli 2015

Aus dem Englischen: Einar Schlereth

Die braunen Felder bezeichnen überwiegend von Kurden bewohnte Gebiete.
Der Waffenstillstand von 2013 zwischen der Türkei und der kurdischen PKK im Südosten des Landes hielt bis jetzt. Die Regierung gelobte Unterstützung für kurdische kulturelle Autonomie und dafür erhielt die Regierungspartei AKP einige Stimmen aus der kurdischen Gemeinde. Die AKP hat auch gute Beziehungen mit den Kurden im Nordirak. Sie kauft Öl von der kurdischen Regionalregierung und unterstützt die Kleptokratie des herrschenden Barzani-Klans in der autonomen irakischen Region.

Die PKK ist eine militante kurdische Organisation in der Türkei. Das Äquivalent in Syrien ist die YPG, im Iran die PJAK und im Irak die HPG. Die HDP in der Türkei ist der politische Arm der PKK. Die PYD ist der politische Arm der syrischen YPG. Alle diese Parteien sind im Grund dieselbe egalitäre, säkulare marxistisch/anarchistische Organisation, die für kurdische Autonomie oder Unabhängigkeit eintritt.

Bremer Friedensforum-Veranstaltungen

Ich will hier mal das Bremer Friedensforum vorstellen, die eine Menge Veranstaltungen planen, von denen die eine oder ander auch Leser aus der Region interessieren könnte. Sehr gut finde ich zum Beispiel, dass auch Aktionen gegen die Kriegsindustrie im eigenen Lande und der eigenen Stadt vorgesehen sind.


Regionale Antikriegskonferenz (RAKK) Bremen2015

Aktualisierter Flyer / Programm zum Download (unten)

Die Regionale Antikriegskonferenz (RAKK) Bremen2015 ist eine Fortsetzungsveranstaltung der Antikriegskonferenz (AKK) Berlin 2014. Sie wurde von der „Initiative Antikriegskonferenz“... 

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Veranstaltungshinweis für den 06. August 2015

Bremerinnen und Bremer gedenken des 70. Jahrestages. Hiroshima und Nagasaki mahnen: Unsere Zukunft atomwaffenfrei!

zukunftatomwaffenfrei
BREMEN. Am 6. und 9. August jähren sich die Atombombenabwürfe der USA auf Hiroshima und Nagasaki zum 70. Mal. An diesem Tag werden auch in Deutschland zahlreiche Veranstaltungen stattfinden, um für eine Welt ohne Atomwaffen und Atomreaktoren... 

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„Zum Spardiktat Nein - Ja zur Demokratie “

Solidarität mit den Griechen
Weiter Solidarität mit den Griechen in Bremen

Auch am Tag der Abstimmung des griechischen Parlaments über das ausgehandelte Sparpaket trafen sich aus Protest gegen die Sparmaßnahmen der EU Bremerinnen und Bremer und bildeten... 

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Pressemitteilung vom 14. Juli 2015

Italien: Frontalangriff gegen EU Eliten, gesteuert aus der BRD, geht weiter - Die Zeichen stehen auf Sturm

Wunderbar, dass jemand der US-Hofschranze in Berlin mal die Meinung sagt.Und Adolf Schäuble wird inzwischen auch von Österreich unter Feuer genommen. Es ist allerdings fraglich, ob der Sozialdemokrat Renzi standfester ist als Tsipras in Griechenland.

Der italienische Premier Renzi verlangt von Europa Taten bei der Unterstützung der Schulden-Staaten. Die italienische Wirtschaft meldet dramatische Export-Einbrüche wegen der Russland-Sanktionen. Beppe Grillo fordert, dass Italien seine hohen Schulden als „Drohung“ gegen die EU einsetzen solle und spricht von „Adolf Schäuble“. 


Kommentar: Ein Vergleich über den man nachdenken kann.... 

Der nächste Euro-Konflikt zeichnet sich ab. Er wird härter als jener mit Griechenland. 

Bild
© dpa
Keine gemeinsame Sprache: Italiens Premier Matteo Renzi und Angela Merkel.
In Italien stehen die Zeichen auf Sturm. Die italienische Wirtschaft ist seit den EU-Sanktionen gegen Russland schwer getroffen und kann nicht verstehen, warum diese Sanktionen aufrechterhalten werden.
Hier weiterlesen.

Samstag, 25. Juli 2015

Falsche Behauptungen über Syriens angebliche Chemo-Waffen


Wieder und wieder und wieder die alten Lügen. Dann eine Weile Pause. Und dann sind sie wieder da. Ist wohl auf den PCs der Lügenmonopole so eingestellt. All die attackierten Länder – von Afghanisten bis Irak, Libyen, Syrien – machten immer Zugeständnisse und Vorgaben, die mit noch mehr Lügen, mehr Bomben, mehr Terror „honoriert“ wurden. Und schaut euch auf den Videos an, welch perfekte Manieren sowohl Saddam Hussein und Oberst Gaddafi hatten und Bashar al-Assad hat. Nicht einmal habe ich gesehen, dass Assad bei dem rüpelhaften Benehmen westlicher Journalisten ausflippte. Er blieb ruhig, höflich und sehr artikuliert – wie Saddam, Muammar al-Gaddafi vor ihm.
Weder Entschädigung für die Rohstoffe, für die Fabriken, die massive Hilfe der Syrer, noch irgendeine Gegenleistung der US-geführten Gangsterhorde und nicht einmal ein Dankeschön an ein Land, das freiwillig auf seine Waffen verzichtete, das keinem Menschen und keinem Land irgendein Leid zufügte. Nichts, nichts, nichts. Wann lernen die Länder endlich, dass man den USA nichts glauben darf, nicht den geringsten Gefallen tun darf, nicht den kleinen Finger reichen darf – sie packen die ganze Hand und dann fressen sie dich mit Haut und Haaren. Und ihnen rollt man überall den Roten Teppich aus statt einer Nagelmatte direkt in den Knast.


Falsche Behauptungen über Syriens angebliche Chem-Waffen


Stephen Lendman
24. Juli 2015
Aus dem Englischen: Einar Schlereth


Seit Obama seinen Stellvertreter-Krieg gegen Syrien im März 2011 begann, folgten zahlreiche falsche Anklagen gegen Assads Einsatz von Chem-Waffen, die regelmäßig durch verifizierbare Fakten vor Ort widerlegt wurden.

Klare Beweise über verbotene Giftstoffe, die von inportierten Takfiri-Terroristen benutzt wurden, vertuschte man – selbst nachdem Saudiarabien auf frischer Tat erwischt wurde, wie Sarin-Gas und andere Giftstoffe an anti-Assad-Elemente verteilt wurde.
Fässer mit verbotenen Chemikalien mit „Made in KSA (Kingdom of Saudi Arabia“ wurden gefunden. Auch Gasmasken wurden gefunden. Und auch Medikamente, falls man sie eingeatmet hat.

Am 17 Juni 2015 erklärte die Organisation zum Verbot Chemischer Waffen (OPCW) im Artikel „Disposal of effluents from neutralised Syrian chemical weapons completed“ (Entfernung der Chem-Waffen abgeschlossen):

Freitag, 24. Juli 2015

Ukrainischer Nachrichtendienst sagt, dass der Lebensstandard abstürzt


Eric Zuesse
23. Juli 2015


Aus dem Englischen: Einar Schlereth


Die sinkende Wirtschaft ist offenbar so schlecht geworden, dass die Ukrainer sich jetzt sicher fühlen, öffentlich fordern, den Krieg gegen den separatistischen Donbass zu stoppen und die Gelder für die Militärausgaben dafür auszugeben, dass die Ukrainer in den nicht-aufständischen Teilen des Landes nicht zu Tode kommen durch Hunger. [Bei uns wird darüber nicht berichtet. D. Ü.]

Am 23. Juli hat Dmitrij Gordon, ein führender ukrainischer Journalist zum ersten Mal öffentlich gefordert, dass die Separatistenregion Donbass (die aus den Distrikten Donetsk und Luhansk besteht) offiziell nicht länger als Teil der Ukraine anerkannt wird. Er sagt, dass „es besser ist, die Ukraine trennt sich von den besetzten Gebieten im Donbass, um das Geld für Wohnungen und finanzielle Hilfe für Imigranten [Flüchtlinge aus dem Donbass] auszugeben, statt die Leute [die große Mehrheit im Donbass] festzuhalten, die die Ukraine hassen [obwohl sie die Ukraine nicht hassten, so lange die Regierung im Februar 2014 nicht gestürzt war, sondern erst, als die neue Regierung sie bombardierte, weil sie nicht die neue Regierung akzeptierten] … Ich sage eine unpassende Meinung. Viele Leute denken das, aber nicht jeder wagt es, es laut zu sagen. Die Ukraine braucht nicht den Donbass. Das fesselt das Land … Es ist wie eine Eidechse, die ihren Schwanz abwirft … Wir müssen den Donbass loswerden und uns Europa anschließen, ohne Schwanz.“

Repräsentative Demokratie ist Zeitverschwendung


Der Autor hat natürlich völlig Recht, dass die repräsentative Demokratie so gut wie nichts mit Demokratie zu tun hat, aber er hat Unrecht, wenn er behauptet, dass die partizipative Demokratie erst im 21. Jahrhundert möglich wurde. Sie war bereits vor hunderten Jahren in der 6-Nationen-Föderation der indigenen Erfinder der Demokratie in Nordamerika möglich. Ebenso bei vielen anderen Völkern in Afrika und sehr lange auch schon in der Schweiz. Die vollkommenste Form hatten die Arbeiter in der Großen Französischen Revolution entwickelt, wie Karl Marx brilliant herausarbeitete und theoretisch unter dem Namen Räterepublik untermauerte.
Fritz Tucker
23. Juli 2015


Aus dem Englischen: Einar Schlereth
Jugendarbeitslosigkeit in Europa
Griechenland ist in vieler Hinsicht jetzt repräsentativ für die ganze Welt. Seine Ökonomie befindet sich in der Krise dank u. a. der schlechten Darlehen, die von den herrschenden Parteien  aus Eigeninteresse aufgenommen wurden mit Hilfe und angestiftet durch Goldman Sachs; die griechische Arbeitslosigkeit steht auf rekordhohem Niveau, obwohl die Griechen länger arbeiten als irgendwelche andere Mitglieder der Eurozone. Die deutsche Antwort darauf ist Sparsamkeit, einschließlich Senkung der Pensionen und Verkauf seiner Betriebsmittel und Flugplätze. Sogar der IWF hat festgelegt, dass diese Maßnahmen konterproduktiv sind und bevorzugt Schuldenerleichterungen.

Mittwoch, 22. Juli 2015

Die Diktatur der Europäischen Union und ihrer Komplizen von rechts bis zur „Linken der Linken“ wird offensichtlich (update)


Prof. Michel Chossudovsky hat einen Artikel geschrieben, dass die Griechen als erstes einmal durch richterlichen Beschluss verhindern sollten, dass die Troika weiterhin Geld wegschleppt. Denn das griechische Parlament könne sich nicht über das VETO des Volkes hinwegsetzen. Dies sei illegal und gesetzlos. Die Verfassungsmäßigkeit des Vetos müsse festgelegt werden, aber schnell, bevor es zu einem endgültigen, bindenden Abkommen mit den Gläubigern kommt.

Partei der Emanzipation des Volkes (ex-M'PEP)
15. Juli 2015

Aus dem Französichen: Einar Schlereth
Das große Reinemachen!
Nach der „Deklaration des Gipfels der Eurozone“ in Brüssel am 12. Juli 2015, die von Griechenland unterzeichnet wurde, müsste sich eine neue politische europäische Gestalt vor unseren Augen enthüllen. Wie vorhergesehen, nimmt die 'Linke der Linken' Teil an dem Abbau der griechischen Souveränität zum Wohle der europäischen Tyrannei. Das 3. griechische Memorandum, das daraus resultierte, wird das Sparprogramm noch verstärken ohne die Perspektive einer ökonomischen und sozialen Erholung für dieses Land. Nichts ist geregelt, nicht einmal die Entschädigung der Gläubiger, denn dieses Abkommen betrifft nicht das Wesentliche: die industrielle und landwirtschaftliche Aktivität Griechenlands zu entwickeln. Die Leiden des griechischen Volkes werden anhalten und sich verschärfen. Es besteht das Risiko, dass sich zu diesem Elend die Verzweiflung gesellt, denn Griechenland hat, nachdem es erniedrigt worden ist wie selten in der Geschichte der internationalen Beziehungen, seine Sourveränität verloren. Es ist von nun an unter die direkte Bevormundung der Troika gestellt worden wie ein gewöhnliches Protektorat oder eine Kolonie. Die seltsame Situation ist derart, dass sie zwei Wahlsiege erlebt hat – den der Syriza am 25. Januar 2015 und den des Referendums am 5. Juli 2015 – die sich dann in das genaue Gegenteil verwandelten.

Dienstag, 21. Juli 2015

Die jemenitische Armee nimmt Ziele in Saudiarabien aufs Korn

Nun ist eingetreten, was Hassan Nasrallah vor einem Monat vorhergesagt hat: Die Jeminiten haben die Kapazität, um mit Raketen Ziele in Saudiarabien zu treffen. Sie haben mittlerweile sogar 2 Spionage-Drohnen der Saudis abgeschossen. Die westlichen Medien schweigen sich wieder einmal darüber aus, erst recht natürlich über die Verluste der Saudis. Hassan Nasrullah hatte auch prophezeit, dass bei längerer Dauer des Krieges und großen Verlusten die saudische Monarchie ins Schwanken geraten dürfte. Die einzigen spärlichen Nachrichten sind auf der deutschen Seite der iranischen IRNA-Nachrichten-Agentur zu finden. Sie hat u. a. gemeldet, dass der zentrale Wasserspeicher Adens zerstört wurde, wodurch die 1.5 Millionen Einwohner der Stadt ohne Trinkwasser sind. Dieses Verbrechen ist bei uns keine Zeile wert.


Die jemenitische Armee nimmt Ziele in Saudiarabien aufs Korn

IRNA Agentur

18. Juli 2015
Aus dem Englischen: Einar Schlereth


Die jemenitische Armee hat Raketenangriffe auf eine strategische Militärbasis im Süden Saudiarabiens am Samstag durchgeführt als Vergeltung für Riads andauernde Luftangriffe auf ihr Land. Sie haben die Basis Malhama mit 12 Raketen vollständig zerstört. Die Jeminiten haben gleichzeitig auch die Militärbasen al-Sharafa und Nahwaqa in Najran angegriffen.